Mindestlohn: Ein Besuch im Callcenter - DER SPIEGEL
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Mindestlohn Ein Besuch im Callcenter

Der Mindestlohn soll für mehr Gerechtigkeit in Deutschland sorgen. Gelingt das wirklich? Bei der Hotline der Gewerkschaft spiegelt sich die Wirklichkeit des Arbeitsmarktes wieder. Der Besucher lernt vor allem: Viele Chefs suchen nach Lücken, um das Gesetz zu umgehen.
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3000 Anrufe in zehn Tagen: Als am 1. Januar der Mindestlohn kam, wurde die Telefonhotline der Gewerkschaft belagert - im Servicecenter in Magdeburg stehen die Telefone nicht mehr still. Wenn gerade mal wieder ein Politiker das Thema anheizt, kommen bis zu 450 Telefonate täglich rein. 

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Das Gesetz soll mehr Gerechtigkeit schaffen. Doch weil es so viele Ausnahmeregelungen gibt, sind vor allem Mini-Jobber, Hilfs- und Schichtarbeiter, Kellner und Krankenschwestern verunsichert. Wer Mitglied einer DGB-Gewerkschaft ist, kann sich kostenlos in der nächsten Geschäftsstelle vor Ort beraten lassen.

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Die Mitarbeiter der Mindestlohn-Hotline fahren Überstunden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund rechnete ursprünglich mit höchstens hundert Anrufen am Tag. Doch an Spitzentagen suchen mehr als 450 Menschen im Callcenter in Magdeburg Rat.

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Auch das Bundes-Arbeitsministerium hat eine Mindestlohn-Hotline. Im Oktober besuchte Ministerin Andrea Nahles das Servicezentrum in Rostock. Dort gingen in diesem Monat bereits über 5000 Anrufe ein. Es ist unter der Telefonnummer 030 / 60280028 zu erreichen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?