Mini-U-Boote - Himmelfahrtskommando unter Wasser - DER SPIEGEL
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Mini-U-Boote Himmelfahrtskommando unter Wasser

In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs setzten Briten, Italiener, Japaner und Deutsche auf heimtückische Waffen: Mini-U-Boote und bemannte Torpedos. Diese waren kaum zu orten und konnten so ihre tödliche Fracht unbemerkt ans Ziel bringen. Dennoch - mörderisch waren sie am Ende meist nur für die eigene Crew. Von Uli Jaeger
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Erfolgreiche X-24: Nach seinem Angriff im norwegischen Bergen taucht das Mini-U-Boot "HMS X-24" im September 1944 im schottischen Loch Chairbawn auf. Bereits am 15. April 1944 hatte X-24 das schwimmende Dock in Bergen attackiert, die Hafenanlage jedoch nur geringfügig beschädigt. Am 11. September griff X-24 erneut an, mit einer neuen Crew - diesmal sank das Dock.

Foto: www.maritimequest.com
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Erstes japanisches U-Boot: Bereits während des Japanisch-Russischen Krieges setzte die japanische Marine Kleinstunterseeboote ein. Dieses U-Boot der Klasse Holland 1 erwarb Japan eigens von den Briten für diesen Konflikt, der im Februar 1904 mit dem Angriff auf den Hafen von Port Arthur begann.

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Japanische Zielscheibe: Diese Abbildung zeigt ein japanisches U-Boot des Typs "Ko-Hyoteki" ("Zielscheibe"). Solche Kleinst-U-Boote wurden beim Angriff auf Pearl Harbor im Jahr 1941 eingesetzt - sanken aber oder wurden versenkt ohne einen einzigen erfolgreichen Feindkontakt.

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Kriegswaffe unter See: Ein Fünf-Mann-Kleinstunterseeboot am 28. April 1950 auf dem Gareloch in Schottland. Dieses Mini-U-Boot der britischen Marine ist der Nachfolger der U-Boote der X-Klasse, die im Rahmen der "Source"-Operation" im Jahr 1943 das Schlachtschiff "Tirpitz" angegriffen hatten. Es wurde nach Kriegsende der U.S. Navy übergeben.

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U-Boot-Fund: Amerikanische Soldaten neben einem gestrandeten deutschen Einmann-Torpedo des Typs "Neger" am Strand bei Anzio (Italien).

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Mit Klein-U-Booten gegen den Feind: Beschädigte japanische Mini-U-Boote in Kiska (Alaska) am 15. August 1943.

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Platz für vier Navy-Offiziere: Das britische Kleinstunterseeboot "XE-7" ergänzt die Atlantikflotte der U.S. Navy. Hier ist eine "XE-7" am 30. August 1950 vor der Küste Virginias zu sehen. In dem Mini-U-Boot ist Platz für eine Vier-Mann-Crew, 24 Stunden kann die Unterseekriegswaffe untertauchen.

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Inspektion: Britische Marineoffiziere begutachten in einem Bunker ein erbeutetes deutsches Zwei-Mann-Kleinstunterseeboot.

Foto: AP
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Britisches Kampfboot: Der britische Marineleutnant H .T. Verry steht am Deck eines Mini-U-Bootes der Klasse XE-8, eines der kleinsten Kampfboote der Welt. Es liegt an seinem Mutterschiff auf der Themse an. Die Aufnahme entstand 1952.

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Großer Bruder: Ein Kleinstunterseeboot dockt für den Abtransport an ein deutsches U-Boot an. Die kleinen Kampfboote verfügten im Gegensatz zu ihren großen Pendants nur über eine geringe Reichweite.

Foto: REUTERS
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Fabrik für Kampfboote: Mini-U-Boote der Reichsmarine in der Fertigung. Die Aufnahme entstand im Mai 1945 kurz zuvor war die Werkshalle von den britischen Streitkräften eingenommen worden.

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Doppeldecker: Ein Mini-U-Boot der Reichsmarine vom Typ "Neger" wird ins Wasser gehievt. Die kleinen Kampfboote waren ein Vorläufer der "Marder" und kamen von März 1944 an zum Einsatz.

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Kamikazepiloten: 80 Prozent der Piloten des deutschen Ein-Mann-Torpedos vom Typ "Neger" bezahlten ihre bescheidenen Erfolge mit dem Leben. Dieser Schreiber-Obergefreite freut sich über die geglückte Rückkehr nach seinem Einsatz.

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"Seehund" im Hafen: Präsentation des "Seehund"-Kleinunterseebootes vom Typ XXVII B (127) 1944/45 vor Wehrmachtsoffizieren und Wirtschaftsführern. Das deutsche Zwei-Mann-Boot "Seehund" wurde in den letzten Kriegsmonaten hergestellt, die ersten drei Prototypen lieferten die Howaldtswerke in Kiel im September 1944 aus.

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Ausstellungsstück: Zwei junge Frauen auf dem Heckruder eines Mini-U-Bootes vor einer Ausstellung im August 1953 in der Londoner Olympia Grand Hall. Das Kampfboot wurde eigens für die Veranstaltung von Gosport in Hampshire nach London transportiert.

Foto: Getty Images
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Museums-U-Boot: Mitarbeiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden laden ein deutsches Kleinst-U-Boot vom Typ "Molch" von einem Anhänger. Bis Januar 1945 wurden in Bremen und Lübeck 363 Exemplare vom Stapel gelassen. Dabei wurde das Mini-U-Boot erst 1944 konstruiert.

Foto: dpa
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Bergung deutscher Mini-U-Boote: Vor der Ostseeinsel Fehmarn wird am 11. Mai 2001 ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes U-Boot des Typs "Seehund" geborgen. Das kleine deutsche Kriegsschiff ist gut erhalten und hat eine Länge von rund zwölf Metern. An Bord befinden sich noch die Überreste der beiden Besatzungsmitglieder. Rechts liegt ebenfalls ein "Seehund" auf Deck, der am Tag zuvor in der Kadett-Rinne (Ostsee) vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern geborgen wurde.

Foto: dpa
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Ein "Seehund" für Dresden: Ein Wrack des Klein-U-Bootes "Seehund" aus dem Zweiten Weltkrieg wird am 8. August 2001 am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden ausgeladen. Das Wrack wurde von Hobbytauchern in der Ostsee entdeckt und im Auftrag des Museums am 10. Mai in einer aufwändigen Bergungsaktion gehoben. Der "Seehund" ist 11,86 Meter lang, 1,28 Meter hoch und war mit zwei Besatzungsmitgliedern vier bis fünf Tage einsatzfähig. Er kam Ende 1944/45 bei der Deutschen Kriegsmarine zum Einsatz.

Foto: ddp
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Einmann-U-Boot "Biber": Das Mini-Unterseeboot "Biber" der Reichsmarine ist neun Meter lang, 2,85 Meter hoch und 1,60 Meter breit. Es wiegt 4,5 Tonnen und ruhte bislang in den Depots des Deutschen Museums in München. Seit 2003 ergänzt das deutsche Einmann-U-Boot die Schifffahrtsausstellung des Deutschen Technikmuseums in Berlin. Bewaffnet war das U-Boot mit zwei Torpedos. Bei Überseefahrt konnte es Geschwindigkeiten bis 6,5 Seemeilen erreichen. Von Ende 1944 bis zur Kapitulation der Deutschen Reiches wurden von diesem Typ insgesamt 300 Stück produziert.

Foto: AP
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