Wohnen auf sechs Quadratmetern Wer braucht schon Platz?
Wie viel Platz braucht ein Mensch zum Leben? 6,4 Quadratmeter, würde die tinyhouse-Bewegung antworten. "Wir haben ausgelotet, auf welchem Raum man noch leben kann", sagt Industriedesigner Raphael Behr. Er will dieses Mini-Haus ...
... in Berlin-Kreuzberg auf das Dach einer Wohnungsbaugesellschaft stellen und für 100 Euro im Monat vermieten. Eng, aber günstig, darauf setzen auch Studenten in Frankfurt. Sie wohnen ...
... im "Cubity"-Container auf 7,2 Quadratmetern - und zahlen dafür 250 Euro im Monat warm.
Konzipiert wurde das minimalistische Wohnheim von Studenten der TU Darmstadt. Ihr Ziel: günstige Mieten, viel Raum für Gemeinschaft und Energieeffizienz.
Konstruiert ist "Cubity" nach dem Haus-im-Haus-Prinzip. Die zwölf Mini-Zimmer sind um einen zentralen "Marktplatz" angeordnet. In anderen Ländern ...
... ist Wohnen auf kleinstem Raum schon lange kein Trend mehr, sondern Alltag. 5,5 Quadratmeter groß ist die Wohnung dieser Familie aus Hongkong. Damit ist sie noch besser deutlich dran als ...
... die sogenannten Käfigmenschen. Rund 50.000 Menschen sollen in Hongkong in solchen Verschlägen leben. Entstanden sind die Wohnkäfige in den Fünfzigerjahren, als viele Einwanderer aus China in der damals noch britischen Kolonie ankamen.
Die Käfigwohnungen sind eigentlich illegal, Mietverträge gibt es nicht. Aber vielen bleibt keine andere Wahl. Hongkong ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Erde. Die Mieten sind extrem hoch, die Wartezeit auf Sozialwohnungen beträgt fünf bis zehn Jahre.
Geradezu luxuriös wirkt dagegen diese Mini-Wohnung in Seattle. Sie bietet immerhin 18 Quadratmeter Wohnfläche.
Das angeblich schmalste Haus der Welt steht in Warschau. Es wurde 2012 in einer Baulücke errichtet, die zwischen 92 und 152 Zentimetern breit ist. Innen drin ...
... sieht es so aus. Das Haus gilt offiziell als Kunstinstallation und soll regelmäßig Künstler beherbergen. Erster Bewohner war der israelische Schriftsteller Edgar Keret. Für den Architekten Jakub Szczesny war er ...
... angesichts der Symbolik des Ortes der ideale Bewohner: Das Haus liegt an der Grenze zum einstigen Warschauer Ghetto, aus dem Kerets Mutter als Kind herausgeschmuggelt wurde.
Ähnlich beengt wie in der Kunstinstallation leben viele Menschen in Shanghai. Zehn Quadratmeter teilt sich dieser alte Mann mit seinem Sohn. Noch weniger Platz hat ...
... diese Frau in einem Vorort von Seoul. Rund zwei Quadratmeter Wohnfläche stünden ihr zur Verfügung, schätzt der Fotograf.
Klein ja, günstig nein - das gilt für diese Mini-Apartments in New York. Mehr als 2600 Dollar pro Monat kostet eine 28-Quadratmeter-Wohnung im "Carmel Place". Insgesamt 55 Wohnungen gibt es im Haus.
Das Projekt gewann 2013 eine Ausschreibung der Stadt New York, mit der der Bau kleiner Wohnungen gefördert werden sollte.