Romneys neuer Alltag Achterbahn statt Politik
T-Shirt und Chinos statt Anzug und Krawatte: Mitt Romney muss sich mit seinem Leben als Privatier laut einem Bericht der "Washington Post" erst wieder anfreunden. Auf seiner Facebook-Seite zeigt der Ex-Gouverneur ein Bild seiner selbst samt Gattin Ann, die wohl gerade in der Küche werkelt.
Die bittere Niederlage Anfang November hat Romneys Alltag von einem Tag auf den anderen jäh entschleunigt. Nun weiß der umtriebige Multimillionär offenbar wenig mit sich anzufangen.
Ende November ist Romney auf dem Weg ins Weiße Haus - allerdings nur zu Besuch. Barack Obama hat zum Mittagessen eingeladen.
Mitt Romney schüttelt US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus die Hand. Gerade haben die beiden zusammen gespeist - und eigentlich hatte sich der Republikaner die Einladung eher andersherum vorgestellt: Er selbst als Gastgeber, der Demokrat als Besucher. Das Essen aber, so viel verlautete immerhin, sei "sehr lecker" gewesen.
Die Wahl ist verloren, nun hat Mitt Romney wieder Zeit, das Leben zu genießen: beim Jetski-Fahren zum Beispiel. Diese Aufnahme stammt aus dem Juli 2012 - also aus der Zeit, bevor die heiße Phase des Wahlkampfs begann.
Auch ein guter Zeitvertreib: die Großfamilie Romney, hier auf einem Gruppenbild beim Sommerurlaub 2007 am Ufer des Lake Winnipesaukee in New Hampshire.
Enkel Parker wird es vermutlich freuen, dass sein Opa nun mehr Zeit für ihn hat. Während des Wahlkampfs, wie hier im Oktober, war der Terminkalender von Mitt Romney noch straff durchgetaktet.
In den Wochen vor der Wahl war Romney viel unterwegs, um im ganzen Land um Stimmen zu werben. Dieses Bild ist in einem Hotel in Tampa, Florida, während des Nominierungsparteitags der Republikaner im August entstanden: Mitt Romney mit fünf seiner insgesamt 18 Enkelkinder und einer Anzahl von Pizzaschachteln, die sich nur erahnen lässt.
Romney schaut sich mitunter offenbar auch ganz gern ein Football-Spiel an, wie hier im September 2007, wo ihn ein Helfer in einem Golfkart über das Gelände in der Stadt Ames in Iowa chauffiert. Es muss ja auch in Zukunft nicht immer Achterbahn sein.
Und sollte es im Leben von Mitt Romney auf absehbare Zeit nichts Wichtigeres geben, bleiben noch immer die Zwänge des Alltags: Auch der Einkauf muss erledigt werden. Der Kofferraum dieses Wagens, den Romney im August 2012 befüllt, ist jedenfalls groß genug.