Mode für Muslime Farbe, Farbe, Farbe
Auch Sittsamkeit kann schön sein - das ist die Botschaft der Veranstalter des Festivals für islamische Mode in Kuala Lumpur. "Man kann religiös und modebewusst zugleich sein", sagte die malayische Designerin Tom Abang Saufi der BBC.
Perücken als Kopftücher, grelle Farben - auf dem Festival in Kuala Lumpur wird gezeigt, was angeblich in der islamischen Mode angesagt ist.
Das Modefestival ist Teil der internationalen Modewoche von Malaysia und soll muslimischen Frauen zeigen, auf welch vielfältige Weise sie sich verhüllen können.
Malaysia etabliert sich gerade als Fashion-Hauptstadt für die muslimische Welt. Mit seinem Mix aus malayischen, chinesischen und indischen Bevölkerungsgruppen sei das Land ideal, weil hier die religiösen Regeln nicht so streng seien wie im Mittleren Osten, sagt Organisator Raja Rezza Shah.
Die Designerin Nuraini Mohammed Ariffin hat sich einer besonderen Bekleidung angenommen: der Bademode. Die 37-Jährige war es leid, nicht in öffentliche Schwimmbäder gehen zu können, weil normale Badeanzüge zu freizügig waren, und kreierte einen Badeanzug für die muslimische Frau.
Das Festival gibt es seit 2006, um islamische Mode stärker in den Mainstream zu bringen.
Die Fashion-Show zeigt, dass die muslimische Frau nicht nur schwarz tragen muss und ...
... dass der Kopf auf vielfältige Weise verdeckt werden kann, beispielsweise mit dieser Kreation mit Feder.
Allerdings gibt es nach Angaben des Veranstalters Kritik von Muslimen, die sich daran störten, dass die Models nicht komplett verhüllt seien.
Auch klassische Kopftücher werden gezeigt, wie in der Kollektion ...
... des malayischen Designers Tenku Marina.