Coco Chanel Legende, Ikone, Kämpferin
Coco Chanel: Gabrielle Chanel, besser bekannt als Coco Chanel, am 30. Mai 1929 in Paris. Die Modeschöpferin erfand das Kleine Schwarze, welches sich einen festen Platz im Kleiderschrank stilbewusster Frauen erobert hat.
Lässige Designerin: Coco Chanel kleidete Frauen in lässig fallende Jerseystoffe und ließ die Rocksäume fast bis auf Kniehöhe hinaufwandern - und traf damit genau das Lebensgefühl junger Frauen der Zwischenkriegszeit. Das Foto vom 30. Mai 1929 zeigt die Modeschöpferin vor ihrem Zuhause im Faubourg Saint-Honoré in Paris.
Das Hotel Ritz in Paris: Coco Chanel wohnte seit 1933 in dem Pariser Luxushotel, auf dessen Rückseite in der Rue Cambon sie ihr Geschäft hatte. Obwohl die deutschen Besatzer das Ritz 1940 requirierten, durfte sie dort wohnen bleiben. Im "Ritz" lernte sie auch den deutschen Presse-Attaché und mutmaßlichen Agenten Hans Günther von Dincklage kennen - und lieben.
SS-Mann Schellenberg: Walter Schellenberg, damals SS-Obergruppenführer und Chef von Heinrich Himmlers Auslandsgeheimdienst, schickte Coco Chanel 1943 auf geheime Mission, um Winston Churchill zu Verhandlungen mit Deutschland zu überreden. Aufgrund ihres Kontaktes zu dem SS-Führer wurde die Modeschöpferin Coco Chanel nach Kriegsende als Kollaborateurin verhaftet. Schellenberg wurde bei den Nürnberger Prozessen zu sechs Jahren Haft verurteilt, aber schon nach zwei Jahren entlassen.
Konferenz von Teheran: Der sowjetische Diktator Stalin, US-Präsident Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill, der britische Premierminister, trafen sich 28. November bis zum 1. Dezember 1943 in Teheran, um ihr weiteres Vorgehen auf dem europäischen Kriegsschauplatz zu besprechen. Auf dem Rückweg erkrankte Churchill schwer - und die Modeschöpferin Coco Chanel musste ihren von Himmlers Reichssicherheitshauptamt unterstützen Plan aufgeben, den Briten-Premier zu treffen, um ihn zu Verhandlungen mit Deutschen zu bewegen.
Jung und frei: Coco Chanel (r.) - hier mit Lady Abdy am 30. Mai 1929 in Paris - gab den Frauen ihrer Zeit ein neues Lebensgefühl. Sie begriff Mode nicht nur als ein Spiel mit Schnitten, Stoffen und Farben, sondern als eine Form von Freiheit.
Chanel-Kostüm: Auf dem Place de la Concorde in Paris präsentiert ein Model am 21. Januar 1986 ein wollenes Kostüm und einen schwarzen Hut aus der Frühjahr/Sommer-Kollektion des Hauses Chanel.
Coco Chanels Badekostüme: Coco Chanel zeigt 1924 als Kostümbildnerin im Musiktheaterwerk "Le train bleu" von Jean Cocteau, was die Bademode der wilden Zwanziger zu bieten hat: Viel Haut und Bewegungsfreiheit. Die Tänzer von Diaghilevs "Ballets russes" können sich in diesen bequemen Kostümen den modernen Choreographien hingeben.
Schlicht und selbstbewusst: Mit ihrem Bekenntnis zur Schlichtheit befreite Modedesignerin Gabrielle "Coco" Chanel - hier in einer Aufnahme von 1932 - ihre Geschlechtsgenossinnen von den Fesseln rigider Konventionen in Fragen der Kleidung.
Mondänes Paar: Coco Chanel im März 1925 mit ihrem langjährigen Geliebten, dem zweiten Duke von Westminster, beim Grand National Pferderennen. Der Herzog war der reichste Mann Englands, doch seinen Heiratsantrag lehnte Chanel ab.
Chanel on Stage: Zu Chanels Freundeskreis gehörten in der Zwischenkriegszeit berühmte Künstler wie der Komponist Igor Strawinsky, der Maler Pablo Picasso oder der Schriftsteller Jean Cocteau. Für die "Ballets Russes" des Komponisten Sergej Diaghilews entwarf sie Kostüme - das Foto zeigt die Tänzer (v.l.) Leon Woizikowsky, Lydia Sokolova, Bronislav Nijinska und Anton Dolin im November 1924.
Cruise-Kollektion von Chanel: Ein Model präsentiert auf der "Chanel Cruise Fashion Show" in Miami Beach, Florida am 15. Mai 2008 die von Karl Lagerfeld designte Chanel Cruise-Kollektion.
Cocos letzte Kreationen: Mehr als tausend Menschen kamen am 26. Januar 1971 in Coco Chanels Salon in der Rue Cambon in Paris, um ihre letzte Kollektion zu bewundern. Die Designerin war am 10. Januar verstorben - kurz nachdem sie noch letzte Hand an ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion gelegt hatte.
Selbständige Frau: Gabrielle Chanel, genannt Coco, war die uneheliche Tochter eines fliegenden Händlers und seiner Geliebten. Ihr Vater ließ die Familie oft allein, ihre Mutter starb, als Coco elf Jahre alt war - so lernte die spätere Star-Modeschöpferin früh, auf eigenen Füßen zu stehen. Die Aufnahme zeigt Chanel 1932 in New York.
Audrey Hepburn: Die Schauspielerin in einem Kleinen Schwarzen von Chanel in Blake Edwards Filmklassiker "Frühstück bei Tiffany" von 1961.
Hepburn als Coco: Katharine Hepburn verkörperte 1969 in dem Broadway-Stück "Coco" die Modeschöpferin Coco Chanel - die Designerin hatte eine Mitarbeit abgelehnt.
Delon in Chanel: Der französische Filmschauspieler Alain Delon am 20. November 1960 mit seiner Frau Nathalie und Sohn Anthony. Nathalie Delon trägt ein Kostüm von Chanel. Cocos legendäres Tweedkostüm war sofort nach seiner Präsentation 1953 zum Modeklassiker geworden.
Schöner Schmuck: Coco Chanel - hier in einer Aufnahme um 1970 - erfand nicht nur das "kleine Schwarze" und Chanel No. 5, das erste synthetische Parfum. Sie machte auch Modeschmuck salonfähig, so dass auch im Alltag Schmuck getragen werden konnte. Die Modeschöpferin selbst kombinierte oft teure Colliers, die ihr zahlreiche Liebhaber schenkten, mit eigenem, billigen Strassschmuck.
Trauer um Chanel: Die Trauerfeier für Coco in der Kirche Madeleine in Paris am 13. Januar 1971 war ein einziges Defilée von Chanel-Kleidern und -Kostümen. Beigesetzt wurde die Modelegende nicht in Paris, sondern in Lausanne in der Schweiz, wo sie nach dem Krieg im unfreiwillligen Exil "die schrecklichsten Jahre ihres Lebens" (so Biographin Edmondes Charles-Roux) verbracht hatte.
Lagerfeld für Chanel: Nachfolger Coco Chanels als Chefcouturier des Modehauses wurde 1983 Karl Lagerfeld. Der Designer peppte Cocos berühmten zeitlosen Chic mit originellen Einfällen auf. Hier präsentierten Models auf der Haute-Couture-Modenschau am 25. Januar 2005 in Paris eine eher brave Frühjahr/Sommer-Kollektion.