Modellautomuseum Der Vollständigkeit halber
Der Schwerpunkt von Höings Sammlung liegt auf Fahrzeugen von Audi und Siku (Sieper-Kunststoffe). Die Firma aus dem Sauerland stellte 1951 die ersten Plastikautos her, 1963 kamen die ersten aus Metall.
Andere spielen, er sammelt: Thomas Höing betreibt in Stadtlohn ein Museum für Modellautos. Rund 28.800 Fahrzeuge, Flugzeuge und Figuren parken in seinen Glasvitrinen.
300 Vitrinen mit insgesamt 2,7 Kilometer Glasböden hat Thomas Höing in seinem Museum verlegt, in Eigenregie.
Alle Modellfahrzeuge in der Ausstellung unterscheiden sich, auch wenn es nur ein Außenspiegel oder ein Aufkleber ist. Die doppelten Fahrzeuge verkauft er in seinem Shop.
Die Modelle treibt der Museumsbetreiber oft auf Modellautobörsen auf.
Selten und für den Sammler von unschätzbarem Wert: Vier Audi-Quattro-Roadster-Treser-Modellautos in einer Box, unterschrieben von Firmengründer Walter Treser.
Für den Sammler ist es ein großer Unterschied, ob der Feuerwehr-Einsatzwagen mit der Verkaufsnummer 1460 auf der Verpackung ein Porsche Cayenne Turbo (links) oder ein Audi Q7 ist.
Doch Höing sammelt nicht nur Modellautos, sondern auch echte. In den zwei Etagen des Museums stehen auch rund 80 normale Autos Eigentlich wollte er den Audi 60 Variant von 1971 restaurieren lassen. Doch nach der groben Reinigung entschied er sich dagegen. "So bleibt der Audi wenigstens authentisch", sagt er.
Der gelbe Käfer ganz vorn zählt nicht zu seiner Ausstellung, sondern parkt nur im Winter über in seinem Museum; trocken und sicher.
Der Schwerpunkt bei den echten Autos liegt auf Sonderkarosserien von oder auf Audi, wie der Audi 100 Bischofberger Wohnmobilumbau Typ 43.
Audi unterstützt das Museum in Stadtlohn. Für seine Ausstellung erhielt Thomas Höing als Dauerleihgabe ein Modell des Audi Zentrums in Essen.
Höing will mit dem Museum die Historie des Herstellers Siku dokumentieren. Dazu zeigt er Entwurfzeichnungen, vom ersten Abzeichen des Winterhilfswerk aus den Dreißigerjahren bis zu den ersten Modellautos.