Die Sünden der Siebziger Sexy Socken
Starkes Schild, starker Typ: Was genau das Herculon-II-Schild an dem Shirt bedeutet? Keine Ahnung. Aber der Kerl mit dem Otto-von-Bismarck-Schnurrer scheint sich mächtig was drauf einzubilden.
Revoluzzer auf Strümpfen: Wie verschämte Schulmädchen posieren diese "best-dressed men in America" in den knallbunten Socken der Firma "Interwoven/Esquire Socks". Der Text darunter verspricht nicht weniger als eine Revolution.
Jazz aber mal ehrlich: Augenklappe und eine blaurote Fliege zum irrwitzig karierten Hemd - da muss man kein Profiler sein, um zu mutmaßen, dass hier ein durchgeknallter Serienkiller nebenbei als Model jobbt.
Partnerlook und Pornobalken: Dieses lustige Sportlerquartett amüsiert sich in Tennis-Outfits von Oleg Cassini. Der Designer war nicht nur Sohn russischer Adliger, er entwarf auch etwa 100 Kleider für John F. Kennedys Frau Jacqueline.
Ich glaub' ich seh' nicht richtig: Brillen wie die Nasenfahrräder weltfremder Physikgenies
Oh oh, Plateau: Denken sie bei Plateauschuhen auch an lässige Glitzeranzüge, durchgeknallte Funkbands wie Parliament und Discofieber? Dann wird Sie diese Anzeige wie aus einem Otto-Katalog auf den Boden der Tatsachen zurückholen.
Sportsfrau: Ende der sechziger Jahre entstand diese hübsche Anzeige für den Sportartikelhersteller Dune Deck. Etwas später sollte sich der Wind in Sachen Mode dramatisch drehen.
Für den doppelten Hingucker: ... soll dieses Hemd mit Picknickdeckenmuster sorgen.
Das ist uns zu hoch: Diese Anzeige soll Schuhwerk verkaufen. Dabei nimmt sie allerdings einen absurden Umweg. Der Werbetext unter dem Bild behauptet nämlich, dass Männer es super finden, wenn man ihnen in diesen extrahohen Lederstiefeln Märchen vorliest. Das wiederum halten wir für ein Märchen.
"Jung, hipp, eng und sexy": Dass der weiße Strampler, der diesen bärtigen Brusthaarträger kleidet, all diese Eigenschaften in sich vereint, muss man schon in den Text daneben schreiben.
Mit zwei linken Füßen aufgestanden? Warum der ehemalige Footballstar und Schauspieler O.J. Simpson in dieser Anzeigenkampagne drei Beine hat, ist nicht überliefert. Weit pikanter ist ohnehin ein Satz in dem Text daneben: Die Stiefel, die man trägt, steht da, "müssen für alles gemacht sein, was man in ihnen anstellt." In den Neunzigern dann stand Simpson vor Gericht, weil er seine Exfrau und ihren Lover umgebracht haben soll. Er wurde freigesprochen.
Crazy mit Baumwolle: Blumendruck, Ausfallschritt und Hosenbeine wie zwei Kinderzelte - diese Anzeige stammt zwar aus den späten sechziger Jahren, gibt aber schon einmal einen Vorgeschmack auf die folgende Dekade. Aber was an Baumwolle so irre sein soll, haben wir bis heute noch nicht verstanden.
Garderobe der Gewinner: Geschmackvoll, haltbar, bequem - diese Eigenschaften der Anzüge von Joe Namath sollen die Starqualitäten in jedem Mann zum Vorschein bringen. Das anhängliche Supermodel an der Seite des Herren ist der Beweis.
Jesus! Manchmal sagt ein Bibelvers mehr als tausend Worte. Zum Beispiel in dieser für die siebziger Jahre seltsam wortkargen Werbeanzeige.
Hosenverweigerer: Auch der ausdauerndste Nacktstudent kann sich nicht ewig hinter seinen Büchern verstecken.
Heiter bis wolkig: Der Illustrator dieser Anzeige der Firma Phoenix Clothing stand offenkundig unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen.
Vier Schläger und 'ne flotte Biene: "Hinter jedem tollen Look steht ein toller Stoff", verspricht diese Werbeanzeige aus den späten sechziger Jahren. Ein toller Stoff und vier smarte Baseballspieler, um genau zu sein.
Ganz in weiß: Er im Korbstuhl, sie zu seinen Füßen - charmant ist was anderes. Liebt sie ihn nur für sein Schuhwerk? Werden die beiden glücklich? Oder sind das bereits die Scherben einer zerrütteten Beziehung? Fragen über Fragen. Doch eins steht fest - ein romantisches Picknick sieht anders aus.
So geht der "Skate": Den hippen Tanz, bei dem sich die Dame in Pose wirft, als würde sie gleich eine Arschbombe im Nichtschwimmerbecken landen, absolviert der Herr am besten in einem Hemd der Marke Career Club.