Atombombe B61 Ärger mit Modernisierungsprogramm
Atombomben des Typs B61 (undatiertes Archivbild): Das US-Energieministerium hat zwei Milliarden Dollar beantragt, um die Waffe modernisieren zu lassen. Inzwischen sollen die Kosten bei sechs Milliarden Dollar liegen.
Minuteman-Atomrakete in amerikanischem Silo (undatiertes Archivbild): Laut der aktuellen US-Nukleardoktrin soll die Zahl der landgestützten Interkontinentalraketen weitgehend erhalten bleiben. Lediglich die Zahl der Sprengköpfe wird auf einen pro Rakete reduziert.
B61 (undatiertes Archivbild): Die Bombe kann von einer Reihe unterschiedlicher Flugzeugtypen abgefeuert werden. Allerdings werden die meisten davon in den kommenden Jahren ausgemustert, wie etwa...
...der Tornado-Kampfjet der Bundeswehr. Beim Jagdbombergeschwader 33 in Büchel sind rund 20 B61-Atombomben stationiert - es sind die letzten auf deutschem Boden. Der Tornado soll nur noch bis zum Jahr 2020 in Dienst bleiben. Sein Nachfolger, der Eurofighter, wird nach bisherigen Plänen nicht in der Lage sein, Atombomben zu tragen.
B61: Entwicklung und Bau begannen 1961. Jetzt sollen vier bisherige Varianten zu einer neuen Version vereint werden - doch die Kosten laufen offenbar aus dem Ruder.
Fliegerhorst Büchel (im Mai 2009): Die meisten Experten halten in Europa stationierte US-Atomwaffen für militärisch sinnlos.
F-35 Lightning II, auch als Joint Strike Fighter bekannt (im Dezember 2006): Im Rahmen des Modernisierungsprojekts soll die B61-Bombe für den Einsatz an Bord des neuen Stealth-Kampfjets angepasst werden.
B-52 Stratofortress: Der Langstreckenbomber soll weiterhin mit Atomwaffen bestückt werden, ebenso wie...
...der Tarnkappenbomber vom Typ B-2
Russische Interkontinentalrakete vom Typ Topol-M: Eine Stationierung der modernisierten B61-Atombombe könnte die Abrüstungsverhandlungen mit den Russen erheblich erschweren.
ALEXANDER NEMENOV/ AFP