"Mogelpackungen" Weniger Inhalt, gleicher Preis
Gleicher Preis, weniger Inhalt: Mitte 2010 reduzierte der Hersteller Johnson & Johnson den Inhalt der Penaten Baby Panthenol-Creme von 100 auf 75 Milliliter - und erhöhte so den Preis effektiv um 33,4 Prozent. Das Unternehmen begründet den Schritt mit höheren Kosten in der Herstellung und in der Forschung.
Weniger Kaffee: In den Senseo Kaffepads befanden sich ehemals 18 Pads, jetzt sind es nur noch 16 - der Preis ist jedoch gleich geblieben. Der Hersteller Sara Lee Tea & Coffee erklärt, der Rohpreis für Kaffee sei in den letzten zwölf Monaten um 92 Prozent teurer geworden. "Wir haben die Anzahl der Pads reduziert, um uns an den Wettbewerb anzupassen und dem Verbraucher einen fairen und einfachen Vergleich am Regal zu ermöglichen, ohne seinen Einkauf zu verteuern", so das Unternehmen in einer schriftlichen Stellungnahme.
250 statt 300 Milliter: Colgate sparte bei seinem Duschgel 50 Milliliter ein und verteuerte es damit um 20 Prozent. Der Hersteller war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Fertiggericht: 22 Gramm weniger Inhalt, gleicher Preis. Ein Unilever-Sprecher teilte mit, man habe die Rezeptur "grundlegend überarbeitet". Damit sei die Qualität und Ergiebigkeit der Produkte verbessert, der Verbraucher bekomme ein besseres Produkt, die Ergiebigkeit (Portionen) sei "konstant geblieben und insofern auch der Preis".
Neue Mischung: Eine Caffissimo-Kapsel von Tchibo wiegt nur noch 7 statt 7,5 Gramm. Laut eines Tchibo-Sprechers hat das Unternehmen den Geschmack einiger Produkte und damit die Füllmenge verändert. Bei einigen Produkten sei deswegen weniger, bei anderen aber auch mehr drin.
Spee Color reicht nur noch für 18 statt für 20 Waschladungen: Henkel begründet die Reduzierung mit gestiegenen Rohstoffpreisen. Zudem sei die Anzahl der Waschladungen deutlich zu erkennen, der Kunde werde daher nicht getäuscht.
Weihnachtsgeschäft: Die Mars GmbH gab im November 2011 eine "Limited Edition" der m&m Peanuts heraus - und packte zehn Gramm weniger in die Tüte. Das Unternehmen dazu schriftlich: "Die regelmäßigen Innovationen, die geringeren Mengen im Vergleich zum Standardgeschäft und ein erhöhter Handlingaufwand insbesondere in der Produktion führen zu einer größeren Komplexität und wirken sich so auf die Preise unserer Produkte aus."
Waschmittel: Statt 20 nur noch 18 Waschladungen. Henkel begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Rohstoffpreisen. Zudem sei die Anzahl der Waschladungen deutlich zu erkennen, der Kunde werde daher nicht getäuscht.
Schokoriegel: 14 Gramm weniger entsprechen einer Preiserhöhung von 6,3 Prozent. Die Mars GmbH teilte schriftlich mit: "Grundsätzlich versuchen wir, Kostensteigerungen durch effizientere Prozesse abzupuffern, aber manchmal müssen auch wir gestiegene Preise an den Kunden weitergeben, um unseren hohen Qualitätsanspruch weiterhin zu erfüllen. "