Mond over matter: Aus Müll wird Kleidung - DER SPIEGEL
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Styropor, Plastik und Alu Aus Müll wird Kleidung

Hauben aus Luftpolsterfolie, Röcke aus Schaumgummi: Die Fotografien von Suzanne Jongmans erinnern an Werke alter Meister – doch die Kostüme sind alle aus Recyclingmaterial hergestellt.
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Diese kniende Frau wirkt wie einem Gemälde des altniederländischen Künstlers Jan Van Eyck entsprungen, doch schaut man genau hin, erkennt man einen Recycling-Code auf ihrer Kopfbedeckung, an ihrem Arm und Oberkörper.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Der große Ring am Finger der Porträtierten besteht nicht etwa aus Gold, sondern ist aus dem Deckel einer Blechdose, die große Haube ist aus Verpackungsmaterial geformt.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Die niederländische Künstlerin Suzanne Jongmans stellt aus Kunststoff, Luftpolsterfolien, Styropor, Filz und anderen Verpackungsmaterialien aufwendige Outfits her - wie diesen Kopfschmuck und das verzierte Jäckchen.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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"Ich mag es, dass verwendete Materialien bereits eine Geschichte in sich erzählen", sagt Jongmans. "Ich benutze diese Bedeutungen, um eine neue Geschichte zu erschaffen."

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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In Kleidung, Posen, Ausdruck und Beleuchtung verweisen Jongmans Werke auf historische Porträts der Renaissance oder des Barock.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Dieses Foto entstand in Anlehnung an Prinzessin Margarita in Diego Velázquez' Gemälde "Las Meninas" aus dem Jahr 1656. Selten verweisen Jongmans Bilder auf konkrete Gemälde.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Jongmans macht Hunderte von Bildern, bis die Porträtierten vergessen, dass sie als Fotografin anwesend ist - und die Männer, Frauen und Kinder einen in sich gekehrten Gesichtsausdruck annehmen.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Alle Porträts nahm Jongmans vor einem schwarzen Hintergrund auf, so dass die Porträtierten deutlich hervortreten. Das Kostüm dieses Mädchens ist relativ schlicht gehalten.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Dieses imposante Kleid scheint jedoch sehr aufwendig gestaltet. Jongmans brauchte für manche der Kostüme wochen- selten sogar monatelang, um sie herzustellen.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Sogar die Windel dieses Babys nähte Jongmans aus Verpackungsmaterial. Das Foto erinnert an Mariendarstellungen.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Vor allem geht es Jongmans darum den alten Materialien ein neues Leben einzuhauchen: "Die Verwendung des Restmaterials ist eine Reaktion auf den Massenkonsum, der uns umgibt."

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
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Die Kurzlebigkeit mancher Materialien und Kleider stünden im krassen Gegensatz zu einer Zeit, in der die Kleidung viel länger getragen wurde als nur eine einzige Saison.

Foto: Suzanne Jongmans/ Courtesy Galerie Wilms
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?