Monoräder - DER SPIEGEL
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Irre Erfindung Ein Rad + Motor = Desaster

Schnell wie der Blitz, ästhetisch wie ein Reifen: Jahrzehntelang feilten Tüftler an Monorädern. Sie hofften auf den großen Durchbruch, doch die kullernden Gefährte sahen nicht nur grotesk aus, sie waren unbequem - und brandgefährlich.
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Ingenieur auf Testfahrt: Der Schweizer Tüftler M. Gerder fuhr Anfang der dreißiger Jahre zu Versuchszwecken mit einem motorisierten Einrad bis nach Spanien. Hier macht er gerade Station in Arles (Südfrankreich). Das solide Gummirad lief auf einer Schiene, die von einem Motor angetrieben wurde.

Foto: Fox Photos/ Getty Images
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Getuntes Einrad: Hubert Brosche restaurierte 1988 dieses Zirkus-Einrad von 1924 und rüstete es mit einem Horex-Columbus-Motor von 1924 mit 350 ccm und circa 7 PS aus. Seitdem tritt er mit seinem Monowheel bei Shows und im Fernsehen auf.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Rekonstruiertes Monorad: Ein höchst ungewöhnliches Fortbewegungsmittel ist dieses einrädrige Motorrad, das um die Jahrhundertwende von Erich Edison-Puton in Paris gebaut wurde. Obwohl es voll funktionsfähig ist, hat sich das hier verwirklichte extravagante Bauprinzip nicht wirklich durchsetzen können und geriet bald in Vergessenheit. Mit einem Originalkorpus und einem Originalmotor aus Paris wurde das Fahrzeug vom Restaurator Ferdinand Schlenker rekonstruiert. Das Museumsstück leistet 3,5 Pferdestärken.

Foto: Technikmuseum Sinsheim
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Der Erfinder: Der Brite J. A. Purves testete sein neu entwickeltes "Dynasphere"-Einrad am Strand von Weston Super Mare in England. Das von ihm gemeinsam mit seinem Sohn gebauten Ungetüm konnte fast 50 Stundenkilometer schnell fahren.

Foto: Getty Images
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Kleines Rad ganz schnell: Der US-Amerikaner Kerry McLean bei einer Pressevorführung seines Mini-Monorads bei der Essen Motor Show im November 2004. Mit fast 90 Stundenkilometern stellte McLean 2001 den Geschwindigkeits-Weltrekord in einem Einrad auf.

Foto: AP
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Raketenrad: Für ganz mutige Einrad-Fahrer gibt es das Modell "Rocket Roadster" mit bärenstarkem V8-Motor. Ein Helm und Schutzkleidung sind hier immer empfohlen.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Einrad in rot: David Southall mit seinem roten Flitzer, dem "Red Max", zu dem er sich von einem Zirkus-Monowheel von 1924 inspirieren ließ.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Chinesische Einräder: Zwei Monowheels während einer Präsentation in Peking 2003. Die Räder wurden in der chinesischen Stadt Xian gebaut und sollen für umgerechnet etwa 350 US-Dollar verkauft werden.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Der Bus der Zukunft: In den dreißiger Jahren glaubten viele, dass den Einrädern die Zukunft gehöre. Im Juni 1935 schaffte es die futuristische Idee eines Einrad-Busses auf das Cover von "Modern Mechanix and Inventions".

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Die Einrad-Revolution: Gleiche Radgröße, zwei Konzepte - bei den Hochrädern des 19. Jahrhunderts thronte der Radler weit über dem Boden. Im Monorad dagegen saß der Fahrer - zumindest bei den meisten Konzepten - im Zentrum des Geschehens. In diesem Fall: Walter Nilsson, der Erbauer dieses Modells

Foto: Getty Images
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Einrad-Panzer mit Stützrädern: Das Bild zeigt einen Artikel des amerikanischen Technikmagazins "Popular Science" vom November 1933. Diese abstruse Erfindung geht Angel Garcia Gutierrez aus New York zurück und wurde tatsächlich als Patent angemeldet. Es blieb jedoch bei Entwürfen, ein Einradpanzer wurde nie gebaut. Kein Wunder: Das militärisch genutzte Monowheel hätte die gleichen Probleme wie seine zivilen Brüder gehabt - trotz Stützrädern wäre das Gefährt schon bei leichten Bodenwellen instabil geworden.

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Das Monorad-Dreirad: Dieser Entwurf einer zivilen Version des Ein-Rad-Panzers mit zwei Stützrädern findet sich auf dem Cover des amerikanischen Magazins "Popular Science" vom November 1933.

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Rad mit Motor: Der Erfinder LaFrance Bressen hatte dieses motorisierte Monorad zum ersten Mal auf einem alten Poster aus den zwanziger Jahren gesehen. Da ihn der Entwurf gleich begeistert hatte, baute er im November 1969 kurzerhand nach.

Foto: AP
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Zweisitzer: In den dreißiger Jahren konstruierte der Brite J. A. Purves gemeinsam mit seinem Sohn dieses "Dynasphere" genannte, motorisierte Einrad. Es konnte mit einer Geschwindigkeit von fast 50 Stundenkilometern über die Straße donnern und war dementsprechend gefährlich.

Foto: Getty Images
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Einrad am Strand: Am 8. Februar 1932 rollten riesige motorgetriebene Räder über den Strand von Weston Super Mare im britischen Somerset. Es waren die Testfahrten des von J. A. Purves gemeinsam mit seinem Sohn entwickelten "Dynasphere"- Monorades.

Foto: Fox Photos/ Getty Images
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Mit Propeller: Der Amerikaner Alfred E. D'Harlingue mit seinem Einrad-Modell 1917. Das besondere daran waren nicht nur die seitlich angebrachten Stützräder, sondern vor allem der Propellerantrieb. Mit ihm wollte D'Harlingue dem Hauptmanko aller Monoräder beikommen: die mangelhafte Steuerbarkeit.

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Einzigartiges Rad: Das propellergetriebene Einradmodell des Amerikaners Alfred E. D'Harlingue erschien 1914 auf dem Cover von "Modern Mechanix". Ob eine derartig dynamische Fahrt dieser Konstruktion je stattfand, ist unklar.

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Motorisierte Römerin: Nicht nur Männer fuhren gern mit dem motorisierten Einrad. Das amerikanische Magazin "Motorcycling" veröffentlichte dieses Bild einer Italienerin auf den Straßen Roms im Juli 1927. Das Gefährt darauf wurde schlicht "Motorouta" genannt.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Rennrad: Als den "neuen Schrecken der Straße" bezeichnete "Everyday Science" auf seinem Cover vom Februar 1923 dieses Ungetüm. Der Erbauer E.J. Christie aus Ohio attestierte seiner Konstruktion, die einem aufgestellten Brummkreisel erstaunlich ähnlich sah, eine mögliche Geschwindigkeit von rund 400 Kilometern pro Stunde. Dagegen kamen selbst die propellerbetriebenen Monorad-Modelle nicht an, die ihrerseits aussahen wie übergewichtige Schmeißfliegen.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Auf wackligem Rad: Das Monorad der Firma Greene & Dyer (hier auf einem Bild von 1869) war etwas für besonders Unerschrockene. Es hatte keinerlei Hilfsrädchen und trieb sein Gefährt mittels Handkurbeln an - sofern er es zuvor geschafft hat, sich durch die Speichen hindurch auf seinen Sitzplatz zu zwängen.

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Keith Dufrane als Onkel Sam: Jeden Sommer nimmt der Amerikaner Keith Dufrane mit seinem mit einem 100ccm-Honda-Motor bestückten Einrad an verschiedenen Paraden in Columbus, Ohio teil. Die Zuschauer sind von seiner Verkleidung mindestens genauso begeistert wie von dem kleinen Flitzer.

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Riesen-Einrad: Das Bild zeigt das Cover des "Popular Science"-Magazins vom Mai 1932. Dieses äußerst stabile Einrad wurde von seinem Erfinder J. H. Purves "Dynasphere" getauft. Das der mit Gummi beschichtete Stahlkoloss wog 500 Kilogramm und fiel auch bei Stillstand nicht um - dafür konnte man es kaum steuern.

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Balanceakt: Eine besonders interessante Konstruktion - dieses russische Einrad. Der Fahrer befindet sich hier nicht im-, sondern neben dem Rad und treibt es über Pedale an.

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Surfen auf einem Rad: Das brasilianische Monorad "Wheelsurf" ist bereits auf dem Markt erhältlich. Inzwischen wird es allerdings in Holland produziert.

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