Monsterwellen Die Riesen der Ozeane
Große Wellen (beobachtet aus einem Bullauge eines Schiffs im Südpolarmeer): Freak Waves, auch Monsterwellen oder Rogue Waves genannt, sind noch immer rätselhaft.
Unglücksgebiet: Am 23. Juni 2008 versank rund 400 Kilometer vor Japans Ostküste ein Fischerboot. An der Unfallstelle (rote Markierung) haben damals beste Bedingungen für Monsterwellen geherrscht, wie Computersimulationen jetzt ergeben haben.
Wellen-Inferno: Die Daten aus der Computersimulation zeigen die signifikante Wellenhöhe. Sie ist der Mittelwert des oberen Drittels der Wellen und entspricht in etwa der Seegangshöhe, die erfahrene Seeleute mit bloßem Auge schätzen. Die schwarzen Pfeile zeigen die Windrichtung.
Sinkende "Prestige": Am 19. November 2002 ging der Tanker im Atlantik unter.
Leckgeschlagen: Forscher hielten die Schäden an der Bordwand der "Prestige" für die Folge eines Welleneinschlags. Eine Untersuchung machte Monsterwellen für die Havarie des Tankers verantwortlich.
Blick aus dem All: Eine Riesenwelle, die während einer dreiwöchigen globalen Radaruntersuchung von Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entdeckt wurde. Die Welle hat eine Höhe von fast 30 Metern.
Kreuzfahrtschiff "Norwegian Dawn": Der 300 Meter lange Luxusliner wurde am 16. April 2005 nahe Florida von einer mindestens 21 Meter hohen Welle beschädigt.
Kreuzfahrtschiff "Bremen" (im Trockendock am 31. August 2000): Das 111 Meter lange Schiff wurde im Februar 2001 von einer 35-Meter-Welle schwer beschädigt und trieb manövrierunfähig im Südatlantik. Die 137 Passagiere schwebten zeitweise in Lebensgefahr.
Ein Loch ist im Tanker: Die norwegische "Wilstar" trug 1974 schwere Schäden davon, als sie vom Seegang in Schlagseite gedrückt und von einer großen Welle getroffen wurde.
Nasse Gefahr: Das seltene Foto einer gewaltigen Welle, die sich einem Schiff von hinten nähert. Das Bild erschien im Herbst 1993 im "Mariner's Weather Log".