Mont Blanc: Eingehtouren im Schnee und Eis - DER SPIEGEL
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Akklimatisierung Eingehtouren im Mont-Blanc-Massiv

Es geht in die Höhe: Zur Seilbahnstation Aiguille du Midi kann noch jeder - von dort geht es aber über einen schmalen Grat hinab ins Mont-Blanc-Massiv.
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Auf die Aiguille du Midi kann zunächst einmal jeder: Zur Seilbahnstation auf 3842 Metern fährt vom Talort Chamonix aus eine Gondel. Oben angekommen, können Touristen auf der Aussichtsplattform Höhenluft schnuppern - und die überwältigende Landschaft des Mont-Blanc-Massivs auf sich wirken lassen.

Foto: Ralf Gantzhorn
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Und für alle, die Touren im Gebiet machen wollen, geht es von der Aiguille du Midi durch ein kleines Tor hinaus in die Gletscherlandschaft.

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Dazu muss direkt eine gar nicht so leichte Hürde überwunden werden: Der Midi-Grat führt aus der Seilbahnstation hinab. Für geübte Alpinisten kein Problem, doch wer noch nicht so oft auf Steigeisen gegangen ist, kann es hier schon einmal mit der Angst zu tun bekommen.

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Ist der Midi-Grat geschafft, führt der Weg über den Gletscher. Zur Rechten ist bereits der Cosmique-Grat zu sehen. Im Hintergrund liegt der Gipfel des Mont Blanc in Wolken.

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Der Cosmique-Grat auf rund 3800 Metern ist eine der klassischen Eingehtouren im Mont-Blanc-Massiv. Steil und ausgesetzt führt die mittelschwere Klettertour durch das Granit-Gelände.

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Nils Wülker beim Sichern am Standplatz. Der 40-Jährige ist eigentlich Jazzmusiker. In seiner Freizeit führt er Hochtouren und gibt Kletterkurse.

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Um im Bergsport zu führen, muss erst eine Trainerlizenz erworben werden. Die Ausbildung erfordert Vorkenntnisse und viele Jahre Erfahrung.

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Drei Punkte im Eis: Die Gondeln der Panoramabahn Vallée Blanche, die von der Aiguille du Midi zur Pointe Helbronner führt, wirft Schatten auf das darunter liegende Gletscherfeld.

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Aufbruch im Dunkeln: Vom Rifugio Torino, das auf der italienischen Seite des Mont Blancs auf 3375 Metern liegt, startet man am besten noch vor Sonnenaufgang.

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Immer präsent: der Gipfel des Mont Blanc. Die schneebedeckte Kuppe erhebt sich über dem gesamten Massiv und lässt alles andere klein wirken.

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Die Stirnlampen leuchten den Weg über den Gletscher zur zweiten Akklimatisierungstour: den Dent du Géant - eine gewaltige Felsnadel auf rund 4000 Metern Höhe.

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Vom Rifugio Torino aus muss zunächst der Gletscher überquert werden, der von Spalten durchfurcht ist. Durch Schutt und Geröll geht es weiter bergauf, bis zum Wandfuß, der als kleine Kerbe an der linken Seite des Felsens erkennbar ist.

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Schon der Zustieg ist nicht ohne: Hinten geht es steil in die Tiefe und vorne geht es steil hinauf. Das Gelände ist alpin und schlecht zu sichern. Hinzu kommt die ständige Steinschlaggefahr.

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Am Wandfuß angekommen beginnt die Klettertour im fünften Schwierigkeitsgrad (5+, UIAA) - mit Bergschuhen, zehn Kilo Gepäck und Handschuhen. Die angebrachten Fixseile erleichtern die Schlüsselstellen ein wenig.

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Der "Zahn des Riesen", wie der Felszapfen übersetzt heißt, ist eine beliebte Klettertour. Dementsprechend voll ist die Route. Der Verkehr und teilweise rücksichtslose Kletterer trüben das beeindruckende Erlebnis ein wenig.

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Auch am Gipfel staut es sich: Einige Seilschaften drängeln - oder überholen sogar in der Route. Darunter auch Bergführer, die teilweise weniger erfahrene Kunden im Schlepptau haben.

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Auf dem Gipfel angekommen, steht noch die Hälfte des Weges bevor: Denn die ganze Strecke muss ja auch wieder zurückgegangen werden. Den oberen Teil der Felsnadel kann man abseilen.

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