Moratorium Nordkoreas Atom-Arsenal
Nordkoreas neuer Führer Kim Jong Un: Noch sind sich die Experten unschlüssig, was er mit seinem Kurswechsel im Atomstreit bezweckt.
Südkoreaner bei der Inspektion der Anlage Yongbjon im Jahr 2009: Die Internationale Atomenergiebehörde ist bereit, Inspekteure in die Anlage zu schicken. Zuvor hatte Nordkorea angekündigt, die Urananreicherung zu stoppen.
Das Regime in Pjöngjang ist bereit, die Urananreicherung (im Bild Brennstäbe im Kühlbecken) einzustellen und vorerst auf Atomtests zu verzichten. Unter anderem sollten der Start von Langstreckenraketen sowie Arbeiten in der Atomanlage Yongbjon gestoppt werden.
In einer Stellungnahme aus Washington hieß es, die USA wollten die Verhandlungen mit Nordkorea über Lieferungen von 240.000 Tonnen Lebensmittel abschließen. Die Regierung in Washington hatte zuvor deutlich gemacht, dass sie Lebensmittellieferungen für Nordkorea künftig an politische Bedingungen knüpfen will.
Parade in Pjöngjang 2010: Es wäre ein drastischer Kurswechsel für das Land. Bisher machte Nordkorea Politik am liebsten mit Säbelrasseln und Provokationen
Tod mit 69 Jahren: Machthaber Kim Jong Il war am 17. Dezember 2011 gestorben. Zuvor hatte er über Jahre den Kurs des Landes diktiert - und dem Westen, vor allem aber dem Nachbarn Südkorea, mit dem Atomwaffenarsenal gedroht.
Nordkoreanische Raketenbasis Musudan Ri (Archivbild): Die Nachricht vom Tod des Diktators Kim Jong Il war nur wenige Stunden alt, da demonstrierte das kommunistische Land seine militärische Stärke. Nach Angaben der südkoreanischen Agentur Yonhap soll das Militär Nordkoreas eine Kurzstreckenrakete getestet haben.
Nachfolger ist Kim Jong Ils Sohn Kim Jong Un: Der Test der Kurzstreckenrakete war wohl seine erste Amtshandlung. Allerdings hieß es aus Südkorea, es habe jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Raketentest und der Todesnachricht gegeben. Nun könnte sich unter seiner Führung eine Entspannung in dem Konflikt abzeichnen.
Trauer auf den Straßen Nordkoreas: Aus der Hauptstadt Pjöngjang schickte das Staatsfernsehen Bilder weinender Bürger. Zu welchem Teil die Aktion durch das für seine Inszenierungen bekannte Regime gesteuert wurde, lässt sich jedoch nicht verifizieren.