Mord an "American Sniper" Angeklagter soll lebenslang in Haft
Lebenslange Haftstrafe für den Ex-Marine und Irak-Veteranen Eddie Ray Routh: Ein Gericht in Stephenville im US-Bundesstaat Texas sah es als erwiesen an, dass der 27-jährige Angeklagte Chris Kyle, ein ehemaliges Mitglied der "Navy Seals"-Eliteeinheit und dessen Freund im Februar 2013 kaltblütig erschoss.
Kyle - hier auf einem Archivfoto aus dem Jahr 2012 - gilt als erfolgreichster Scharfschütze des US-Militärs. Der hochdekorierte Soldat, der viermal im Irak eingesetzt wurde, erschoss geschätzt 160 Feinde aus dem Hinterhalt.
Seine Autobiografie "American Sniper" belegte in vielen Bestsellerlisten die oberen Plätze. Nach seinem Austritt aus dem Militär gründete er eine Sicherheitsfirma und engagierte sich für Veteranen. Auch dem verurteilten Routh sollte er auf Bitten von dessen Mutter unter die Arme greifen.
Die Witwe des Opfers, Taya Kyle, verließ noch vor der Urteilsverkündung das Gericht. Rouths Anwälte wollen in Berufung gehen.
Die Eltern des zweiten Opfers Chad Littlefield vor Gericht: Routh habe "zwei Helden das Leben genommen", er sei "eine Schande für Amerika", hatte Jerry Richardson, der Halbbruder des Opfers Littlefield, dem Angeklagten im Gericht gesagt.