Mordfall Johanna: - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Entführtes und getötetes Kind Ein Mädchen verschwindet

Mehr als 18 Jahre nach dem Mord an der achtjährigen Johanna Bohnacker beginnt vor dem Landgericht Gießen der Prozess gegen Rick J. Der zuständige Staatsanwalt ist überzeugt: Der 41-Jährige ist Johannas Mörder.
1 / 6

Am 2. September 1999 kam die achtjährige Johanna Bohnacker nicht vom Spielen nach Hause. Die Polizei ging von einem Verbrechen aus - am 1. April 2000 wurde die Leiche des Mädchens gefunden. Unter anderem mit Großplakaten suchten die Ermittler nach Hinweisen auf den oder die Täter.

Foto: Polizei / picture alliance / dpa
2 / 6

Das Mädchen lebte im hessischen Ranstadt-Bobenhausen. Wenige Tage nach Johannas Verschwinden suchten Polizisten ein Waldstück in der Nähe des Ortes ab. Tatsächlich wurde die Leiche rund hundert Kilometer entfernt gefunden, in einem Waldstück in der Gemarkung Alsfeld-Lingelbach nahe der A5.

Foto: Oliver Berg/ dpa
3 / 6

Viele Jahre lang blieb der Fall ein Rätsel. Doch er wurde wieder aufgerollt. Dabei geriet Rick J. in den Fokus der Ermittler - er ist nun wegen Mordes angeklagt. Ende November 2017 rekonstruierten Ermittler mit Hilfe eines VW Jetta, wie ihn Rick J. im Tatzeitraum fuhr, die Entführung des Mädchens.

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / Boris Roessler/dpa
4 / 6

Mitte der Nullerjahre wurden mehr als 500 Männer bei einem Massentest gebeten, ihre Fingerabdrücke abzugeben. Letztlich war es tatsächlich eine Fingerabdrucksspur, die die Ermittler zu Rick J. führte.

Foto: Frank May/ picture-alliance/ dpa/dpaweb
5 / 6

Ein 1999 von der Polizei veröffentlichtes Foto: Rick J. hat in Vernehmungen zugegeben, Johanna entführt und auch sexuelle Absichten gehabt zu haben; eine vorsätzliche Tötung aber bestreitet er vehement.

Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb
6 / 6

Rick J.s Anwalt Uwe Krechel (hier bei einer TV-Aufzeichnung im Jahr 2012) sagt, sein Mandant gebe zu, Johanna mit Äther betäubt und in den Kofferraum gelegt zu haben. Als Johanna sich gewehrt habe, habe er sie auf die Nase geschlagen und ihr den Mund zugeklebt. Das müsse ihre Atemwege blockiert haben, denn als er den Kofferraum öffnete, sei das Kind bereits tot gewesen.

Foto: imago
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?