Mosambik Überwemmungen 2000
Wo normalerweise trockene Savanne die Landschaft prägt, erstreckt sich im Februar 2000 ein schier uferloses Meer: Ein Jahrhundert-Unwetter verwüstet Teile des Südostens Afrikas. In Mosambik wird die Limpopo-Ebene mit ihrem fruchtbaren Farmland überflutet.
Sintflutartige Regenfälle fügen Mosambik mehr Schaden zu als 16 Jahre Bürgerkrieg. Wahre Sturzbäche überschwemmen weite Gebiete des Landes. Aber auch in den angrenzenden Ländern richteten Dauerniederschläge schwere Schäden an. Bis zu 900 Menschen sterben, Hunderttausende werden obdachlos. Diese Frau versucht das Letzte, was ihr geblieben ist, in Sicherheit zu bringen.
Die Überschwemmungen wurden von dem tropischen Wirbelsturm "Eline" verstärkt, der am 22. Februar vom Indischen Ozean mit fast 260 Stundenkilometern über das Land zog. Er riss in einer 60 Kilometer breiten Schneise Hausdächer fort, knickte Strommasten ab und versenkte Dutzende Schiffe.
Drei Viertel der jährlichen Regenmenge sind innerhalb von nur drei Tagen niedergeprasselt. Das Wasser zerstört die Häuser von rund Hunderttausenden Menschen. Überlebende bringen sich auf Dächern in Sicherheit. Diese Menschen warten in der Nähe von Chokwe an der Mündung des Limpopo auf Hilfe aus der Luft. Die südafrikanische Luftwaffe hilft mit Hubschraubern bei der Rettung.