Mosche Katsav Gericht verurteilt Ex-Präsidenten
Israels früherer Präsident Mosche Katsav betritt am Donnerstag das Bezirksgericht in Tel Aviv.
Katsav vor seiner Verurteilung: Der 65-Jährige stand wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung vor Gericht.
Vor dem Gerichtsgebäude hatten sich Demonstranten versammelt. Sie forderten eine lange Haftstrafe für das Ex-Staatsoberhaupt.
Mosche Katsav nach seiner Wahl zum israelischen Präsidenten im Juli 2000: Katsav wurde als ältestes von acht Kindern einer jüdischen Familie in Yazd in Iran geboren. Sechs Jahre später wanderte die Familie nach Israel aus.
Dienstbesuch in Deutschland: In Berlin traf Katsav 2002 auf den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Als erster israelischer Präsident nahm er an der feierlichen Eröffnung einer neuen Synagoge (in Wuppertal) teil.
Mosche Katsav mit seiner Ehefrau 2006: Gegen Katsav wurden in dem Jahr schwere Vorwürfe laut. Es ging um Korruption, sexuelle Nötigung und mehrfache Vergewaltigung.
Das Staatsoberhaupt stritt die Anschuldigungen vehement ab, musste sein Amt jedoch im Januar 2007 auf öffentlichen Druck hin ruhen lassen. Die folgenden Wahlen verlor er.