Moskau Moscheenstreit
Die bislang größte Moskauer Moschee liegt am Prospekt Mira. Zehntausende Gläubige versuchten beim jüngsten Fastenbrechen ins Gebäude zu kommen - und viele mussten ihren Gebetsteppich draußen auf der Straße ausrollen.
Weil Platz in den Gemeidehäusern der Moskauer Muslime knapp ist, spielt sich das Leben auf der Straße ab: Vor der Moschee werden Gebetsteppiche und Speisen unter offenem Himmel verkauft.
Direkt nebenan entsteht nun ein neues Gotteshaus - von deutlich größeren Dimensionen. In der Metrople Moskau mit 10,5 Millionen Einwohnern leben derzeit anderhalb Millionen Muslime - und sie haben nur vier Moscheen. Selbst Berlins deutliche kleinere muslimische Bevölkerung verfügt über schs große Gotteshäuser.
Der 500 Millionen Dollar teure Bau der großen Moskauer Moschee sollte eigentlich 2007 fertig sein, doch noch immer steht am Prospekt Mira unweit des Stadtzentrums nur ein Rohbau. Immerhin: Die goldene Spitze mit dem islamischem Halbmond steht bereit - sie soll einmal die 45 Meter hohe Kuppel des Baus zieren.
Die beiden Minarette sollen etwa 80 Meter in die Höhe ragen. Auftraggeber ist der geistliche Vorstand der Muslime in Russland. Der Bau sollte mir Privatgeldern der einflussreichen und wohlhabenden Diaspora aus Aserbaidschan finanziert werden.
"Gefährliche Zone" warnt ein Schild auf dem Bauzaun. Die Botschaft gilt auch in übertragenen Sinn: Russlands Rechte machen Front gegen Muslime - und versuchen einene weiteren Neubau im Stadtteil Textilschiki zu verhindern.