Stadt unter Schnee Wintergrüße aus Moskau
Der Rote Platz ganz in Weiß: In Moskau und im Umland hat es am Wochenende so heftig geschneit wie schon lange nicht mehr.
Am Wochenende sei so viel Schnee gefallen wie dies sonst im Durchschnitt in einem ganzen Monat der Fall sei, teilte der Wetterdienst mit.
Die Rekordmengen an Schnee führten in Moskau zu Verkehrsbehinderungen. Der Verkehr kam teilweise zum Erliegen, Flüge verspäteten sich.
Skilanglauf in Moskau: Aufgrund der Schneeberge mussten viele Autofahrer auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Rund 2000 Bäume brachen unter der Schneelast zusammen.
In einigen Teilen Moskaus liegt der Schnee mehr als einen halben Meter hoch.
"Es ist der stärkste Schneefall seit 100 Jahren", teilte Vizebürgermeister Peter Birjukow mit. Man habe die Lage aber unter Kontrolle.
Schlitten fahren: In Moskau fällt nur im allergrößten Ausnahmefall die Schule aus. Aber wegen der Schneemassen sagte Bürgermeister Sergej Sobyanin, man erwarte von den Eltern nicht, dass sie ihre Kinder in die Schule schicken würden.
Sogar Behörden gaben ihren Mitarbeitern "schneefrei" - was im wintererprobten Moskau sonst fast nie vorkommt.
Räumfahrzeuge waren das ganze Wochenende damit beschäftigt, Straßen und Plätze von den Schneemassen zu befreien.
Insgesamt seien mehr als 1,2 Millionen Kubikmeter Schnee weggeräumt worden, hieß es von den Behörden.
Sobyanin bedankte sich bei den Einsatzkräften. Weil sie so fleißig Schnee geschippt hätten, funktioniere das Leben in der Stadt noch wie gehabt.
Blick auf den Kreml: "Es gibt keinen Kollaps, keine Katastrophe", sagte Sobyanin.
Khimki, in der Nähe von Moskau: Im Umland der Millionenmetropole waren Tausende Menschen von der Energieversorgung abgeschnitten.
Eine Nonne schippt Schnee in Bogoslovo in der Region von Vladimirsky, etwa 190 Kilometer von Moskau entfernt. Das Militär soll den Menschen nun helfen, die Gegend von den Schneemassen zu befreien, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.