Motorradklub Caramel Curves High Heels statt Biker Boots
Shanika "Tru" Beatty ist ein Gründungsmitglied der Caramel Curves.
Der Klub nimmt nur Frauen auf und hat momentan mehr als ein Dutzend Mitglieder.
Der pinke Irokesenschnitt auf den Helmen ist ein Erkennungszeichen der Caramel Curves.
Pink ist manchmal auch der Reifenqualm bei den Burnouts. Die Pneus sind aus einer Spezialmischung gefertigt, die den Rauch einfärbt.
Jedes neue Mitglied der Caramel Curves bekommt von den anderen Frauen einen Spitznamen verpasst. Hier posiert zum Beispiel "Hood Priss" auf ihrem Trike. "Hood steht für ihre Ghetto-Attitüde, gleichzeitig ist sie aber eine kleine Prinzessin", sagt Tru - die sich ihren Namen selbst gegeben hat.
Die Caramel Curves haben ihre gemeinsamen Auftritte perfektioniert, vom extravaganten Outfit bis zur liebevoll gestalteten Maschine.
"Wir wollen hübsch aussehen", sagt Tru. Dazu gehören für sie auch Handschuhe und Lippenstift.
Die Curves treffen sich meistens einmal in der Woche. "Sonntags machen wir Ausfahrten, und ein oder zwei Mal im Monat gehen wir gemeinsam feiern", erzählt Tru.
"Coco" von den Caramel Curves beim Burnout.
Diese eigenwilligen Helme schützen eigenwillige Köpfe.
Die Mitglieder beherrschen ihre Motorräder auch in hochhackigen Stiefeln und Stöckelschuhen.
Von männlichen Motorradfahrern werden die Caramel Curves oft noch herablassend behandelt. In New Orleans hat sich der Frauenklub aber längst in der Szene etabliert.
"Wir wollen uns wie Frauen fühlen, wenn wir auf dem Motorrad unterwegs sind", sagt Tru. Deshalb tragen viele der Curves auch nicht die obligatorische schwarze Lederjacke, sondern Röcke und Spitzenkleider.
"Die Mitglieder der Caramel Curves kommen aus allen gesellschaftlichen Klassen. Aber das ist cool. Das Motorradfahren eint uns", sagt Tru.
In New Orleans hat der Motorradklub der starken Frauen Spuren hinterlassen.