Motorsport-Geschichte - DER SPIEGEL
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Motorsport-Geschichte Die Erfindung der Boxenluder

Mädchen, Macker und Motoren: Seit es die Formel 1 gibt, qualmen in der Boxengasse nicht nur die Reifen vor Reibungshitze - schon immer paarten sich dort auch ungezügelter Machismo und überbordende Weiblichkeit.
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Premiere in Budapest: Beim ersten Großen Preis hinter dem "Eisernen Vorhang" 1986 auf dem Hungaroring bei Budapest zeigte auch der Osten, was er hatte. Allerdings wurde bei dem Rennen im Realsozialismus naturgemäß viel Werbefläche vergeudet.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Drei Engel für Fahrer: Diese drei Grazien geben sich 1983 noch vergleichsweise amerikanisch-prüde - das sollte sich in den folgenden Jahren ändern. Aber auch, als die Optik noch dezent war, ging es hinter den Kulissen der Boxengasse nicht weniger hoch her.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Bad Girls: Gemessen an späteren Bekleidungsstandards wirkt die Dameneskorte für Bruce McLaren nach seinem Le-Mans-Sieg 1967 eher schulmädchenhaft-hausbacken - dennoch lebten Fahrer und Groupies auch damals schon in heftiger Symbiose, wenngleich nicht so öffentlich.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Cheerleader: Als der Grand Prix der USA (West) in Long Beach 1976 auf den Terminkalender kommt, ist bereits die Veranstaltung selbst zum Werbemedium geworden.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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In guten Händen: Renault-Fahrer Jarno Trulli und sein persönliches Grid Girl 2004 in Budapest.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Reifen-Lager: Diese beiden Girls im Habit des Benetton-Sponsors Mild Seven 1998 am Nürburgring lassen sich gewiss keinen blauen Dunst vormachen.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Und es hat Zoom gemacht: Dieser Fotograf beweist ganz klar den Blick für das Wesentliche bei der Formel 1, auch wenn er dabei aus der Reihe tanzt.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Siegesfeier: Der Franzose René Arnoux, auch sonst kein Kind von Traurigkeit, feiert seinen ersten Grand-Prix-Sieg 1980 in Interlagos in langbeiniger Umgebung.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Farbige Erscheinung: Der Stoffanteil, mit dem sich diese Werbeträgerin beim Grand Prix de Monaco 1983 gegen zudringliche Blicke und die Unbilden der Frühjahrswitterung im Fürstentum schützt, würde locker in eine Herrenhosentasche passen.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Neuer Sieger, neuer Sponsor, neue Girls: John Watson hat gerade den Großen Preis der USA 1983 in Long Beach gewonnen - und genießt nun die Zuneigung der Streckenschönheiten.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Black Magic: Schöne Vertreterin der südlichen Halbkugel beim Grand Prix von Kyalami in Südafrika 1992. Es war das Jahr, in dem ein Referendum die Rassentrennung im Land am Kap beendete.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Frauenheld: Ferrari-Pilot Eddie Irvine 1996 in Buenos Aires in typischer Umgebung. Die Marlboro-Mädchen sind schon lange Teil der Szene.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Ablenkung: Angesichts des Verbots von Zigarettenwerbung in England ist das Marken-Logo Benson & Hedges auf den Jordan-Rennwagen angemessen verstümmelt. Mann schaut eh' woanders hin. Das Jahr ist 1998.

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Rote Armee: Bei den Campari-Girls 2001 in Monza herrscht offenbar die gute Laune, die das Produkt verspricht.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Gold, das glänzt: Benson&Hedges-Mädchen vor dem Jordan-Transporter 1997 in Monza.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Glänzende Aussichten: Ob dieses Kleidungsstück die moderne Interpretation des Rotkäpppchens sei, scheint sich der Herr rechts im Bild zu fragen. Als böser Wolf wird er kaum durchgehen - doch vermutlich ist ein fescher Fahrer nicht weit.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Grande Petite Dame: Die ehemalige Grand-Prix-Fahrerin Maria Teresa de Filippis, Vorstandsmitglied des Club Des Anciens Pilotes, gesäumt von italienischen Formula Unas.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Im Regen stehen gelassen: Während sich die Fotografen schützende rote Mäntelchen umgehängt haben, scheinen die Jordan-Mädels vom miesen Wetter 1998 in Silverstone unbeeindruckt. Aber das ist Teil ihres Jobs.

Foto: Rainer Schlegelmilch
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Kehrseite: Die Anteilnahme der Fotografen an den weiblichen Werbeträgerinnen am Rande des Formel-1-Zirkus' - hier 1999 am Hungaroring - scheint gelegentlich doch etwas über rein berufliches Interesse hinauszugehen.

Foto: Rainer Schlegelmilch
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?