München '72: Terror bei Olympia - DER SPIEGEL
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München '72 Terror bei Olympia

Bei der Olympiade 1972 töten palästinensische Terroristen elf israelische Sportler. Steven Spielbergs Verfilmung "München" wirft erneut ein Schlaglicht auf das damalige Versagen deutscher Politiker und Behörden.
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Abu Daud (Archivbild von 1999): Der Palästinenser ist der Drahtzieher des Terroranschlags auf Israels Sportler bei den Olympischen Spielen von München.

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München, 26. August 1972: Der Einzug der israelischen Athleten bei der Eröffnungsfeier. Es sollten fröhliche Spiele werden: Doch am 5. September, kurz vor dem Ende des olympischen Turniers, schlugen die Terroristen zu.

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Ein Kidnapper zeigt sich auf dem Balkon, während im Inneren der israelischen Unterkunft seine Gesinnungsgenossen die gefesselten Geiseln bewachen.

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Ein bewaffneter Polizist im Trainingsanzug. Ein Befreiungsversuch musste abgebrochen werden, weil das Anschleichen der Polizisten von den Attentätern bemerkt wurde. Das DDR-Fernsehen hatte das heikle Geschehen live übertragen.

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Auge in Auge verahndeln die Terroristen mit den Vertretern der Münchner Polizei sowie dem damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher.

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Ankie Spitzer, Witwe des israelischen Fechttrainers Andre Spitzer: Sie betrachtet schockiert den Raum, in dem der Ringer-Trainer Moshe Weinberg und der Gewichtheber Josef Romano, erschossen wurden. Die Polizei hat die Einschusslöcher mit Kreide-Kreisen markiert.

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Giulio Marano: Als Architekt des Olympischen Dorfes war er in die Arbeit des Krisenstabs eng mit einbezogen. Er war von der Reaktion der Sportler enttäuscht. Vor allem das DDR-Team sei herzlos gewesen.

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Mittlerweile ist die Cornollystraße 31 wieder bewohnt. Kaum etwas deutet auf die schreckliche Vergangenheit des Hauses hin.

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Vier israelische Geiseln verbrannten qualvoll in diesem Helikopter, nachdem ein Terrorist eine Handgranate hinein geworfen hatte.

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Auf dem Flugplatz in München lieferten sich die Terroristen ein Feuergefecht mit der Polizei. Die Scharfschützen hatten nicht einmal Nachtsichtgeräte und Helme. Ein Polizist starb bei dem katastrophal geplanten Einsatz.

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Noch heute sieht man im alten Tower des Fürstenfeldbrucker Flughafens die Einschusslöcher der gescheiterten Befreiungsaktion.

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Die olympische Fahne wurde wegen der Geiselnahme auf halbmast geflaggt.

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"The games must go on": Der Präsident des Olympischen Komitees, Avery Brundage, versichert seinen Zuhörern, dass die Spiele trotz der Ereignisse nicht enden.

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