Münchens Olympia-Bewerbung "Ein Wunder, dass wir die Spiele erhielten"
Heimspiel: Einzug der deutschen Mannschaft bei der Eröffnungsfeier der XX. Olympischen Sommerspiele 1972 in München.
Die rote Heidi: Leichtathletin Heide Rosendahl gewann in München mit einer Weite von 6,78 Metern die Goldmedaille im Weitsprung - weltberühmt war sie aber auch wegen ihrer rot-weißen Ringelsocken.
Olympiastadion München: Der Entwurf einer Architektengruppe um Günther Benisch und Frei Otto für den Hauptaustragungsort der Olympischen Sommerspiele von 1972 war ein Höhepunkt der gebauten Visionen seiner Zeit, der Architekturgeschichte machte. Das an weit über den Bau hinaus ragenden Streben aufgehängte, zeltartige Glasdach gibt dem Stadion eine einzigartige Leichtigkeit und Transparenz. Das Modell des Dachs entstand mit Hilfe eines Damenstrumpfes, wie sich Hans-Jochen Vogel, damals Oberbürgermeister Münchens, erinnerte.
SPIEGEL-Titel 31/1972: "Olympia-Planer: Spiele der verlorenen Illusionen", titele das Hamburger Nachrichtenmagazin in gewohnt kritischer Manier kurz vor Beginn der Spiele. Ganz links zu sehen ist Hans-Jochen Vogel, zum zeitpunkt der Bewerbung Münchens Oberbürgermeister, daneben Willi Daume, Präsident des Nationalen Olympischen Kommitees und treibende Kraft hinter der Vergabe der Spiele an die Isar.
IOC-Präsident Brundage: Am 11. September 1972 verkündet IOC-Präsident Avery Brundage das Ende der XX. Olympischen Sommerspiele in München - seine letzte Amtshandlung als Präsident. Die "heiteren Spiele" von München waren von dem Überfall palästinensischer Terroristen auf die israelische Olympiamannschaft überschattet worden, der alle elf Geiseln, fünf Terroristen und einen deutschen Polizisten das Leben kostete.
50:51: Einer der positiven Highlights der Münchner Sommerspiele war das legendäre Basketball-Finale zwischen der sowjetischen Auswahl und dem favorisierten Team der USA - in der letzten Sekunde machten die Sowjets den entscheidenden Punkt.
Hoch hinaus: Die erst 16-jährige Ulrike Meyfarth triumphierte bei den Olympischen Spielen von München im Hochsprung und holte im neu errichteten Olympiastadion die Goldmedaille.
Trauerfeier im Olympiastadion: Die olympische Fahne im Müncher Olympiastadion weht auf Halbmast, während Teilnehmer und Zuschauer am 6. September 1972 der Opfer des palästinensischen Terroranschlags auf die israelische Olympia-Mannschaft gedenken. Dass ein friedliches Sportereigniss wie Olympische Spiele Ziel eines Terroranschlags werden könnte, konnte sich 1966, als Münchem den Zuschlag als Austragungsort erhielt, noch niemand vorstellen.
Willi Daume: Am 28. Oktober 1965 suchte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees den Oberbürgermeister von München, Hans-Jochen Vogel (SPD) auf. "Herr Oberbürgermeister, sitzen Sie fest auf Ihrem Stuhl?", habe Daume gefragt, erinnert sich Vogel: "Ich schlage Ihnen vor, dass sich München um die Olympischen Spiele bewirbt."
Eröffnungsfeier München 1972: Zum Start der XX. Olympische Sommerspiele 1972 ziehen die Nationalmannschaften ins neue Münchener Olympiastadion ein. Acht Jahre zuvor, im April 1966, hatte die Stadt an der Isar vom Internationalen Olympischen Kommitee den Zuschlag erhalten.
Hans-Jochen Vogel: Als Oberbürgermeister von München erlebte der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel Mitte der sechziger Jahre den Vergabekampf um die Olympischen Spile 1972 aus nächster Nähe - am Ende siegte München vor Montreal, Madrid und Detroit. Hier ist er 1964 bei einem Besuch des schwedischen Ministerpräsidenten Tage Erlander im Rathaus München zu sehen.
Signatur im Bundesarchiv: B 145 Bild-F017605-0003
Blutige Tragödie: Die original-Ausgabe des Hamburger Abendblatt vom Attentat auf die israelische Olympia-Mannschaft am 5. September 1972.
Olympiadorf, Olympiapark und Olympiaturm: Das Gelände der Olympischen Spiele 1972.
Olympische Spiele im Oktober 1972: Die Aufbauten sind noch zu sehen, der Schock sitzt aber tief! Die Fotografie zeigt die Plätze der "Fröhlichen Spiele" und das Olympiadorf, in dem die Anschläge stattfanden.
Olympiagelände nach Westen: Olympiagelände nach dem Anschlag und dem Ende der Spiele im Oktober 1972. Die beiden Gaskessel im Hintergrund sind inzwischen abgebaut.
München/Altstadt: München bewirbt sich wieder für eine Olympiade im Jahre 2018. Die Altstadt von München ist seit dem Mittelalter unverändert.
Stadionbau: Auf dem ehemaligen Gelände "Oberwiesenfeld" im Norden von München, das Truppenübungsplatz und Flugplatz war, werden die Stadions für Olympia 1972 gebaut. Aufnahme von 1970.