Münchner "Abendzeitung" insolvent - DER SPIEGEL
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Münchner "Abendzeitung" Gedrucktes Lebensgefühl

Die "Abendzeitung" ist pleite - aber noch lange nicht am Ende. Denn München ist schlicht nicht vorstellbar ohne die Zeitung, die wie keine andere das Lebensgefühl dieser Stadt verkörpert. Ein Nachruf, der verdammt noch mal keiner sein will.
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Redaktionssitz der Münchner "Abendzeitung" am Rundfunkplatz: Das traditionsreiche Boulevardblatt musste am Mittwoch Insolvenz .

Foto: Sven Hoppe/ dpa
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Herausgeberin Anneliese Friedmann und ihre Familie hatten seit 2001 70 Millionen Euro Verlust verkraften müssen - jetzt können und wollen sie nicht mehr zahlen.

Foto: V0lker Dornberger/ picture alliance / dpa
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Ihre große Zeit hat die "Abendzeitung" freilich lange hinter sich. Das alte Verlagshaus in Bestlage an der Sendlinger Straße wurde 2008 verkauft und verlassen. Auch Beteiligungen an Radiosendern und der Nürnberger "AZ"-Ableger wurden längst abgestoßen.

Foto: Imago
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Fast 40 Jahre lang erschien die "AZ"-Kolumne "Blasius, der Spaziergänger" von Sigi Sommer. Dafür hat man ihm 1998 unweit des alten Verlagssitzes sogar ein Denkmal gesetzt.

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1986 widmete Helmut Dietl der Zeitung eine ganze TV-Serie: "Kir Royal" zeigte das Treiben des Klatschreporters Baby Schimmerlos (Franz Xaver Kroetz, hier mit Senta Berger) in der Münchner Bussi-Gesellschaft.

Foto: Ursula Düren/ picture alliance / dpa
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