Umsturz in Ägypten Mursi, Macht und Muslimbrüder
Diese Bild zeigt Ägyptens gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi am 3. Juli, offenbar ist es noch vor seiner Entmachtung entstanden. Personen aus seinem Umfeld haben nun Details über die letzten Stunden Mursis im Amt ausgeplaudert.
Offenbar wehrte sich Mursi bis zuletzt gegen seine Absetzung. Seine Anhänger (im Bild) wollen sich mit dem Umsturz nicht abfinden und protestieren gegen die Machtübernahme des Militärs.
Doch es gibt auch viele Menschen in Ägypten, wie hier auf dem Tahrir-Platz in Kairo, die Mursis Sturz begrüßen.
Eingemauert haben sich diese Muslimbrüder in Kairo. Inzwischen hat der Mursi die zweite Nacht in Haft verbracht.
Nach dem Freitagsgebet planen die Muslimbrüder unter dem Slogan "Freitag der Ablehnung" landesweite friedliche Massendemonstrationen.
Das Militär hat angekündigt, sich bei den Protesten zurückhalten. Das Demonstrationsrecht sei garantiert, solange die nationale Sicherheit nicht gefährdet werde.
Auf dem Tahrir-Platz, wo auch der Aufstand gegen Ex-Machthaber Husni Mubarak begann, versammeln sich dieser Tage wieder Zehntausende Demonstranten.
Wer auf dem Tahrir-Platz demonstriert, gehört in der Regel zur Opposition gegen Mursi.
Diese Männer gehören hingegen zur Muslimbruderschaft und haben sich in der Nähe der Kairoer Universität versammelt.
Nasr City, ein Stadtteil von Kairo, ist eine der Protesthochburgen der Mursi-Anhänger. Dort versammeln sich die Mitglieder der Muslimbruderschaft und ihre Angehörigen.
Das Victory-Zeichen reckt diese Frau, eine Mursi-Anhängerin, in die Höhe. Derzeit sieht es eher danach aus, als hätte ihre Hoffnung sich zerschlagen.
Doch die Mursi-Unterstützer wollen sich nicht unterkriegen lassen und rufen zum friedlichen Protest auf.
Schreien für Mursi: Diese Demonstranten machen ihrem Unmut über die Absetzung des demokratisch gewählten Präsidenten Luft.