Mythos Barschel - DER SPIEGEL
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Mythos Barschel Mord oder Selbstmord?

Am 2. Oktober 1987 trat Uwe Barschel als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein zurück - neun Tage später war er tot. Seither ranken sich zahlreiche Hypothesen um verschwundene Weinflaschen, fehlende Tablettenschachteln und dubiose Waffenhändler.
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Barschels Amtseinführung: CDU-Politiker Uwe Barschel legt während der Zeremonie zu seiner Amtseinführung als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein im Oktober 1982 einen Eid ab. Fünf Jahre später hielt er seine legendäre "Ehrenwort"-Pressekonferenz.

Foto: AP
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Uwe Barschels Ehrenwort: Uwe Barschel bei seiner legendären "Ehrenwort"-Pressekonfererenz: Er schwor, nichts mit den schmutzigen Machenschaften im schleswig-holsteinischen Wahlkampf zu tun gehabt zu haben. Am 11. Oktober wurde er tot in der Badewanne eines Hotelzimmers gefunden.

Foto: DPA
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Medienreferent Reiner Pfeiffer: Uwe Barschels Medienreferent Reiner Pfeiffer beantwortet Fragen von Journalisten. Er erklärte, die Bespitzelungen des Barschel-Rivalen Björn Engholm (SPD) seien auf Veranlassung Barschels erfolgt. Am 7. September 1987, sechs Tage vor einer brisanten Landtagswahl, hatte der Beitrag "Waterkantgate: Spitzel gegen den Spitzenmann" im SPIEGEL den Skandal um den damaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) ausgelöst.

Foto: Wulf Pfeiffer / dpa
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Engholm vor Studenten: Björn Engholm (SPD), der später gescheiterte Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, aufgenommen auf einer Studentenkundgebung in Bonn. Kurz vor der Landtagswahl 1987 in Schleswig-Holstein kam heraus, dass Engholms Konkurrent Uwe Barschel (CDU) sein Privatleben ausspionieren ließ. Später musste Engholm einräumen, viel länger als vormals zugegeben von den Machenschaften gewusst zu haben. Am 3. Mai 1993 warf Engholm hin: Er trat von allen politischen Ämtern zurück.

Foto: Klaus Rose / DDP
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SPIEGEL-Titel Waterkantgate: Die SPIEGEL-Geschichte über die Machenschaften des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel im Landtagswahlkampf 1987 enthüllte die sogenannte Waterkantgate-Affäre. Auf einer Pressekonferenz gab Barschel noch sein Ehrenwort, er sei nicht verwickelt. Wenige Tage später wurde er tot in einem Hotelzimmer am Genfer See gefunden. Ob es Mord oder Selbstmord war, ist bis heute ungeklärt.

Foto: DER SPIEGEL
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Hotel Beau Rivage: Blick auf das Hotel Beau Rivage am Genfer See in der Schweiz. In der Badewanne von Zimmer 317 wurde der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel im Oktober 1987 tot aufgefunden. Todesursache war eine Vergiftung durch Medikamente. Mord oder Selbstmord? Diese Frage konnte nie geklärt werden.

Foto: Christiane_Oelrich/ DPA
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Uwe Barschel ist tot: Die Leiche des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel wird aus dem Hotel Beau Rivage am Genfer See getragen. Barschel starb an einer Überdosis Medikamente. Das Ermittlungsverfahren wurde im Jahr 1998 von der Staatsanwaltschaft Lübeck eingestellt. Der damals ermittelnde Staatsanwalt vertritt bis heute die These einer Ermordung Barschels.

Foto: PASCAL VOLERY/ AP
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Barschels Witwe und Bruder: Am Tag, nachdem Uwe Barschel, der ehemalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, tot im Genfer Hotel Beau Rivage aufgefunden wurde, geben seine Witwe Freya Barschel und sein Bruder Eike Barschel eine Pressekonferenz. Die Familie bezweifelt bis heute, dass der CDU-Politiker Selbstmord beging, sie geht von einem Mord aus.

Foto: AP
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Barschels Grabstein: Der Grabstein des ehemaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) auf einem Freidhof in Mölln. Barschel wurde im Oktober 1987 tot in einem Hotelzimmer am Genfer See gefunden, nur kurz nachdem er seine berühmte "Ehrenwort"-Pressekonferenz gegeben hatte. Es ging um seine Verwicklung in die sogenannte Waterkantgate-Affäre im Landtagswahlkampf 1987.

Foto: AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?