Mythos Currywurst Eine für alle
Die Currywurst: In Deutschland gehen jährlich 800 Millionen Currywürste über die Theke - meist zusammen mit Pommes rot-weiß.
Konnopke's Imbiss: Max Konnopke brachte 1960, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, die Currywurst aus West-Berlin mit, um sie als Erster im Ostteil der Stadt zu verkaufen. "Weil aber in der DDR schon damals kein Naturdarm aufzutreiben war, mussten wir uns zu allererst überlegen wie wir die Wurst ohne Pelle überhaupt produziert kriegen", erinnert sich Konnopkes Tochter Waltraud Ziervogel.
Tradition mit Geschmack: Die "Curry ohne" - aufgrund des Mangels an Naturdarm in der DDR musste Familie Konnopke die Currywurst ohne Pelle produzieren - ist bis heute das Markenzeichen des Berliner Familienunternehmens.
Wandmalerei: Graffiti im Imbiss Konnopke in Berlin. Der Gründer Max Konnopke zog 1930 mit nur einem Klapptisch und einem Zelt unter die Hochbahn an der Eberswalder Straße - heute ist der Imbiss mit Tradition sogar außerhalb Berlins bekannt.
Das Geheimnis der Wurst: Die Herkunft der Currywurst ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Berliner meinen, die Imbissverkäuferin Herta Heuwer habe diese am 4. September 1949 erfunden. Die Hamburger hingegen sind sich sicher, die wahre Mutter aller Currywürste sei Lena Brücker aus der Hansestadt. Und was ist eigentlich mit Bochum - ist die Stadt im Ruhrgebiet vielleicht doch die Wiege des beliebten Sattmachers?
Berliner Imbiss: Ab 1958 regulierte das Fleischkombinat in der DDR die Preise - eine Bockwurst musste 80 Pfennig kosten, mit Brot fünf Pfennig mehr. Das war zwar Gesetz, sicherte aber keine Existenz. Nichtsdestotrotz konnte sich der Imbiss Konnopke bis heute halten - und das mit großem Erfolg.
Konopke's Imbiß: Die Currywurst-Legende Konopke's Imbiß in Berlin
Gedenkplakette für Herta Heuwer: In Charlottenburg wird nahe des S-Bahnhofes an Herta Heuwers, der Erfinderin der Currywurst gedacht.
Zur Bratpfanne: Der Stand ist seit fast 60 Jahren eine Berliner Currywurst-Institution, das West-Gegenstück zu Konnopke.