Mythos Freibad - DER SPIEGEL
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Kindheitserinnerungen Pommes, Eis und Sonnencreme

Sonne auf der Haut, baden in Jeans und Arschbomben vom Drei-Meter-Brett: Das Freibad als Dorfstrand und Flirtzentrale - auch für Philipp Kohlhöfer war es das Sommerbiotop seiner Jugend. Jahre später kehrte er dorthin zurück. Mit einer Mission.
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Erfrischung im Freibad: Der größte Spaß im Freibad ist immer noch, andere nass zu spritzen - am liebsten zur Anbändelung mit dem anderen Geschlecht. Diese Badenixe im Essener Grugafreibad im Sommer 2006 erfrischt sich lieber selbst unter einem künstlichen Wasserfall.

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Sonne, Wasser und Eis: Eine junge Frau genießt im Juni 1996 ein Eis im Stuttgarter FKK-Freibad "Inselbad". Der Vorteil von nahtloser Bräune ist unübersehbar.

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Mutig oder Dumm? Ein junger Mann wagt im Juni 2006 im Gelsenkirchener "Sport-Paradies" den Sprung vom 10 Meter-Turm. Ob er damit die wartende Liebste beeindrucken oder nur den weitmöglichsten Spritzfaktor erreichen wollte, ist nicht bekannt.

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Ins kühle Nass: Ein Starter des internationalen Pfingstschwimmfestes im Mai 2008 sringt ins Becken des Freibads im sauerländischen Arnsbergs. Junge Schwimmer aus Deutschland, den Niederlanden, Nigeria, Kanada und Ukraine kämpfen bei dem jährlich stattfindenden Schwimmwettbewerb um die Medaillen.

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Bikini-Riege: Trocken und wohlig liegen diese jungen Mädchen im Mai 1999 in einem Freibad von Bad Dürrheim und genießen die Sonne - vermutlich bis sie das nächste Mal von einem Klassenkamerad nass gespritzt werden, der wohl eigentlich lieber eine von ihnen zum Eis einladen würde.

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Abtauchen: Viel mehr Eindruck als mit einem elegant ausgeführten Salto schindet man im Freibad immer noch mit einer perfekt platzierten Arschbombe.

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Zurück in die Vergangenheit: Im Freibad auf der Wiese sitzen, Eis essen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Was fehlt noch für die perfekte Sommer-Kindheitserinnerung?

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Modenschau im Freibad: Zwei junge Frauen bei der Abkühlung unter der Dusche in einem englischen Freibad im Jahr 1918. Damals ließen sich die Mädels nicht so einfach von den Jungs nassspritzen - sondern nahmen das selbst in die Hand.

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Ins Wasser gefallen: Das Wichtigste für einen erfolgreichen Freibadbesuch ist schönes Wetter. Sonst kann man schon mal, wie im Juni 2004 in Frankfurt am Main, vor verschlossener Tür stehen.

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Baden auf Britisch: Im Londoner Hyde Park wurde bereits 1730 der Serpentine-See aufgestaut. Seit über hundert Jahren gibt es hier ein Freibad, in dem sich die Londoner im Sommer gern im Wasser vergnügen - wie diese Schwimmer im Sommer 1954.

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Ein Handtuch im Grünen: Zu einem Freibad gehört auch immer eine ausgedehnte Liegewiese zum Sonnen, Eis, Pommes und Eßpapier essen, und und zarte Bande zum anderen Geschlecht knüpfen. Ein Trick ist, so ins Wasser zu springen, dass das Objekt der Begierde nass wird und anschließend versucht, einen im Schwimmbecken unter Wasser zu drücken. Für einen Heranwachsenden ist das häufig die einzige körperliche Kontaktaufnahme.

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Großer Waschtag: Auch ein Schwimmbecken muss mal sauber gemacht werden. Hier reinigt ein Arbeiter im Mai 2005 das Becken eines Freibads in München - rechtzeitig zur Freibadsaison.

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San Alfonso del Mar: Das größte Freibad der Welt befindet sich in einer Chilenischen Ferienanlage, ist acht Hektar groß und hat eine Beckenlänge von einem Kilometer. Der Pool ist so groß, dass man ihn nur aus der Luft im Ganzen fotografieren kann. Wer will, kann sich dort auch ein Boot mieten, um von einem Ende zum andern zu schippern.

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Schwimmunterricht: Um im Freibad gut dazustehen, sollte man nicht nur schwimmen können, sondern auch einen kräftig trainierten Oberkörper vorweisen können. Darauf ziehlt wohl auch diese Übung in einer Unterrichtsstunde in einem Londoner Freibad im August 1938.

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Ikarus im Freibad: Mit einem eleganten Salto vom Sprungturm im Freibad kann man leicht umstehende Schaulustige beeindrucken. Wenn der Sprung im Wasser endet - und nicht daneben geht.

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Sprung in die Spree: Immer beliebter werden auch Freibäder an Seen und Flüssen, wie hier das Freibad Spreepark in Beeskow im Sommer 2003.

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Very British: Auch im Freibad noch Stil zu beweisen ist manchmal gar nicht so schwer. Einfach wie diese beiden Damen im Mai 1939 Haltung bewahren und nicht auf den eleganten Fünf-Uhr-Tee verzichten.

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Rutsche ins Vergnügen: Sobald die Temperaturen steigen, zieht es die Menschen ins kühle Nass, am liebsten draußen. Wie diese Grazien 1957 in einem Freibad am Pier von Venedig.

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Flotter Dreier: Gleich zu Dritt springen diese Jungs von einem Srungbrett in einem Hamburger Freibad im August 2003. Na hoffentlich werden sie nicht vom Bademeister erwischt.

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Friedliches Beisammensein: Freibad-Besucher genießen im Juli 2007 im Freibad Sportparadies in Gelsenkirchen das sommerliche Wetter auf der Liegewiese. Wenn man Pech hat, ist die Wiese im Sommer allerdings bevölkert von grölenden und kreischenden Jugendlichen, Ballspielern und weinenden Kleinkindern.

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Schwimmen in der Zeche: Das Werksschwimmbad auf dem Gelände der Kokerei Zollverein in Essen ist das wohl ungewöhnlichste Freibad im Ruhrgebiet. Der aus zwei Überseecontainern bestehende Pool wurde im Rahmen der Ausstellung "Arbeit Essen Angst" bis Oktober 2001 von Besuchern als Freibad genutzt.

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Die Liegewiese: Der Ort unendlichen Vergnügens in Kinder- und Jugendtagen. Das Hungener Freibad mit seiner Liegewiese, auf der Philipp K. im Sommer die Mädchen nassspritzte.

Foto: Ed Erbeck
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Mit Sonne im Freibad: Früher war es einfach nur ein Familien- und Freibad, heute ist es ein Event- und Freizeitbad - das Schwimmbad von Hungen hat inzwischen sogar eine Internetseite. Das Wichtigste ist aber geblieben: ein Becken mit dem Drei-Meter-Brett, die Liegewiese und der Kiosk, an dem es Eis, Esspapier und Pommes Schranke gibt.

Foto: Ed Erbeck
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Mut und Geschick: Sind die entscheidenden Voraussetzungen, um beim Sprung vom Drei-Meter-Brett die Umstehenden so richtig zu beeindrucken. Zumindest zweiteres fehlte einem Jungen namens Marcel, der hier einst nicht im Becken sondern auf dem Waschbeton daneben landete und sich beide Beine brach.

Foto: Ed Erbeck
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Die unendlichen Weiten: Eines der beiden Becken des Freibads von Hungen. Da es sich um ein Familienbad handelt, wurde es mit zunehmender Pubertät immer uncooler, hier seine Freizeit zu verbringen. Wer in sein wollte, schwamm im Baggersee und lebte mit dem Gedanken, nicht zu wissen, was unter ihm mitschwamm.

Foto: Ed Erbeck
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Das Schwimmbad: Aufgeräumt und mit Blumenkübeln versehen ist das Schwimmbad der Stadt Hungen im Sommer ein beliebter Anziehungspunkt für Familien, aber auch junge Marlon Brandos.

Foto: Ed Erbeck
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Badetag am See: Das Nordbad des Starnberger Sees in Tutzing mit dem Ausflugsschiff "Starnberg".

Foto: Karl Schillinger
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Eiskarte: Verschiedene leckere Eissorten aus den achtziger Jahren - ein Capri oder ein Cornetto waren fester Bestandteil jedes Schwimmbadbesuchs.

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