Mythos Rommel - DER SPIEGEL
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Mythos Rommel Der Tod des "Wüstenfuchses"

Überzeugter Nazi? Widerständler? Unpolitischer Soldat? Erst machte Hitler Afrikakorps-Kommandant Erwin Rommel zum NS-Vorzeigehelden - dann zwang er ihn Gift zu nehmen. Jetzt widmet sich eine Ausstellung in Stuttgart dem Leben, Sterben und Mythos des legendären Generalfeldmarschalls.
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Enges Verhältnis: Rommel macht Meldung an Hitler 1940 in Frankreich. beim Einmarsch in das Sudetenland 1938 und dem deutschen Überfall auf Polen war Rommel Kommandeur des "Führerhauptquartiers". Beim Frankreich-Feldzug durfte der gelernte Infanterist die 7. Panzerdivision befehligen. Sei blitzartiger, unkonventioneller Vorstoß mit der "Gespensterdivision" bis nach Dieppe begründete seinen Ruf als begnadeter Truppenführer und Stratege.

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Rasanter Vormarsch in Afrika: Erwin Rommel auf dem Titel des amerikanischen "Time"-Magazine 1942. Auch bei den Alliierten genoß Rommel als militärischer Kopf hohen Respekt.

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Der junge Rommel: Oberleutnant Erwin Rommel (r.) und der Kommandeur des Würtembergischen Gebirgsbataillons, Major Theodor Sproesser. mit dem Orden Pour le Mérite, den beide für die Erstürmung des Monte Matajur in den Julischen Alpen erhielten. Rommel erstritt sich die vom Kaiser verliehene, höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung mit einer Eingabe, weil irrtümlich ein anderer für den Erfolg am Monte Matajur mit dem Pour le Mérite ausgezeichnet worden war.

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Offiziersvergnügen: Eine ungewöhnliche Privataufnahme zeigt der späteren Generalfeldmarschall Rommel (M.) 1912 als jungen Offizier mit Kameraden als Revue-Girls verkleidet.

Foto: Stadtarchiv Weingarten
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Urlaub: Erwin Rommel 1934 mit Sohn Manfred beim Brandungsbaden auf der Nordseeinsel Borkum.

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Familie Rommel: Erwin Rommel (M.) mit Frau Lucie und Sohn Manfred 1941 in Wiener Neustadt. Hier war er 1938/39 Kommandant der Kriegsschule gewesen.

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Feldmarschall des "Führers": Die "Berliner Illustrierte" berichtet auf der Titelseite über die Ernennung Rommels zum Generalfeldmarschall durch Hitler. Die NS-Propaganda baute Rommel gezielt zur Heldenfigur auf.

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Heimatbasis: Das Haus der Familie Rommel in Herrlingen 1944 mit dem Dienstwagen des Feldmarschalls davor. Bis 1942 gehörte es zu einem jüdischen Altenheim.

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Rommel ruht: Erwin Rommel als Kommandant des Führerhauptquartiers auf einer Reise 1939 in das besetzte Warschau.

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Im Angesicht der Niederlage: Zusammengesunken lauscht Rommel (M.) in Nordafrika der berüchtigten Sportpalast-Rede Goebbels' nach dem Fall von Stalingrad 1943 im Rundfunk.

Foto: Rolf Munninger
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Ein letzter Blick: Das letzte Foto von Erwin Rommel zeigt ihn 1944 beim Verlassen der Augenklinik der Universität Tübingen.

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Totenbett: Erwin Rommels Leichnam liegt Nach seinem vertuschten Selbstmord aufgebahrt im Herrenzimmer des Wohnhauses in Herrlingen.

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"Mein aufrichtiges Beileid": Das Kondolenztelegramm Hitlers als Rommels Witwe vom 16. Oktober 1944 - ein Dokument der Verlogenheit. In Wahrheit hatte Hitler Rommel vor die Wahl stellen lassen, sich selbst zu töten oder vom Volksgerichtshof als Verräter abgeurteilt zu werden.

Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg
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Militärische Ehren: Der Trauerkondukt mit dem Sarg Erwin Rommels 1944 in Ulm.

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Falsche Trauer: Rommels Sarg wird für den Staatsakt ins Rathaus von Ulm getragen. Die Vertuschung der Todesumstände und das Staatsbegräbnis waren Teil des Deals, den Hitlers Abgesandte dem Generalfeldmarschall im Gegenzug für seinen Freitod angeboten hatten. Im Hintergrund die Türme des Ulmer Münsters.

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Staatsakt für Rommel: Einlasskarte zum "Staatsakt anläßlich des Staatsbegräbnisses" von Rommel am 18. Oktober 1944. Die perfekt inszenierte Trauer um den Verstorbenen war Teil der Abmachung mit dem Feldmarschall gewesen - im Gegenzug für seinen Freitod sollte Rommels Familie unangetastet bleiben und öffentlich der Anschein des zu früh verstorbenen Helden aufrechterhalten werden.

Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg
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Urnenbeisetzung: Manfred Rommel (M.) und seine Mutter (mit Schirm) auf dem Weg zur Beisetzung der Urne Erwin Rommels in Herrlingen am 18. Oktober 1944.

Foto: Stadtarchiv Weingarten
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Der "Wüstenfuchs": Erwin Rommel ist der Nachwelt vor allem als unerschrockener und fintenreicher Kommandeur des deutschen Afrikakorps in Erinnerung geblieben - ein Bild, das nicht zuletzt auf den intensiven NS-Propagandarummel um Rommel zurückgeht.

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Erwin Rommel: Feldmarschall Erwin Rommel bei Tobruk am 2. August 1942. Ein unbändiger Drang zur Offensive war das Markenzeichen des wohl populärsten Generals im "Dritten Reich". Sein Feldzug in Nordafrika wurde allerdings gestoppt. Rommel wurde ausgeflogen und sein Nachfolger Generaloberst Hans-Jürgen von Arnim musste im Mai 1943 bei Tunis kapitulieren. Die verbliebenen deutschen Soldaten kamen in Gefangenschaft, der Nordafrika-Feldzug war beendet.

Foto: AP
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Generalfeldmarschall Rommel: Portraitfotografie des Generalfeldmarschall Rommel

Foto: Karl Schillinger
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