Mythos Rudi Dutschke - DER SPIEGEL
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Mythos Rudi Dutschke Der verhinderte Stadtguerillero

Drei Schüsse in den Kopf machten Rudi Dutschke zum Mythos der 68er-Bewegung. Der Studentenführer gab sich gern als Revolutionär - wollte er die Demokratie in Deutschland mit Gewalt beseitigen? Biograph Gerd Langguth hat Indizien gesammelt.
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Der Ideologe: Der Studentenführer und SDS-Ideologe Rudi Dutschke spricht am 6. Dezember 1967 in Köln zu über 1000 Studenten. Wenige Wochen später, am Gründonnerstag, dem 11. April 1968, wurde Dutschke auf dem Berliner Kurfürstendamm niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Foto: Wilhelm Bertram/ dpa
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Wasserwerfer gegen Demonstranten: Das Attentat auf Rudi Dutschke löste Proteste aus. Einsatzkräfte der Polizei gingen am 21. April 1968 mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.

Foto: AP
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Dutschke bei einer Demonstration: Der Studentenführer Rudi Dutschke marschiert zusammen mit dem deutschen Lyriker und Schriftsteller Erich Fried (l.) in Berlin an der Spitze eines Demonstrationszuges gegen den Vietnamkrieg. "Ho Ho Ho Chi Minh!" Den Name des nordvietnamesischen KP-Chefs skandierten in den sechziger Jahren Tausende von Demonstranten in den Straßen westdeutscher Großstädte, vor allem in West-Berlin. Die von den Universitäten ausgehende Jugendrevolte in Deutschland hatte mit dem Vietnamkrieg ihr zentrales politisches Angriffsziel gefunden und scheint im Rückblick ohne ihn kaum noch denkbar.

Foto: DPA
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Protestansprache mit Megaphon: Der Berliner SDS-Ideologe Rudi Dutschke war der Hauptredner auf einer Demonstration vor dem Kurhaus in Baden-Baden gegen eine Entscheidung von Oberbürgermeisters Ernst Schlapper. Der hatte der Humanistischen Union den Kursaal für eine Veranstaltung mit Dutschke verweigert.

Foto: AP
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Studenten in Aktion: Einen Tag nach dem Attentat auf Rudi Dutschke stehen sich am 12. April 1968 bei einer Demonstration in Berlin protestierende Studenten und Polizisten gegenüber.

Foto: AP
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Gegen Atomkraft: Der deutsche Student Dutschke (M.) auf dem Grünen-Parteitag am 4. November 1979 in Offenbach. Die Partei fordert die "Stilllegung aller Atom-Anlagen".

Foto: AP
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Dutschke mit Ehefrau: Der Revolutionär mit seiner Frau Gretchen Klotz am 22.12.1970.

Foto: AP
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Dutschke und Rau: Die Aufnahme zeigt Rudi Dutschke (links) mit Friedrich Steffen und Johannes Rau am 4. Februar 1968 in Wattenscheid.

Foto: AP
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Dutschke-Attentat: Am 11. April 1968 ist die Schlüsselfigur der westdeutschen linken Studentenbewegung, bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt worden. Die Aufnahme zeigt den Tatort am Kurfürstendamm in Berlin, an dem auf Dutschke geschossen wurde.

Foto: HILLIGES/ AP
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Dutschke und Dahrendorf: Rudi Dutschke, Mitglied des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) mit Ralf Dahrendorf (rechts), Mitglied des FDP-Bundesvorstandes, während einer Demonstration des SDS in Freiburg am Rande des 19. FDP-Parteitags am 30.01.1968.

Foto: AP
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Rudis Fahrrad: Nach dem Attentat auf ihn, liegt Dutschkes Fahrrad am Tatort vor der Geschäftsstelle des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS). Der Studentenführer und SDS-Ideologe wurde hier niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Dutschke erlag den Spätfolgen des Attentats elf Jahre später am Heiligabend 1979 im Alter von 39 Jahren.

Foto: Chris Hoffmann/ dpa
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Dutschkes Letzte Ruhe: Der Grabstein von Rudi Dutschke auf dem Friedhof Sankt Annen im Stadtteil Dahlem in Berlin, aufgenommen im Dezember 2004. Der Studentenführer der 68er-Rebellion hatte nach einem Attentat am 11. April 1968 schwere Schussverletzungen erlitten. Elf Jahre später ertrank er nach einem epileptischen Anfall als Spätfolge des Anschlags an Heiligabend in einer Badewanne im dänischen Aarhus.

Foto: dpa
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Straßen-Umbenennung: An der Straßenkreuzung Kochstraße/Axel-Springer-Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg gibt es seit dem 10. Mai 2007 ein neues Schild: Rudi-Dutschke-Straße steht darauf. Eine Klägergemeinschaft, zu der auch der Axel-Springer-Verlag gehörte, hatte zuvor versucht, die Straßenbenennung nach dem früheren Studentenführer Dutschke für rechtswidrig erklären zu lassen.

Foto: dpa
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SPIEGEL-Titel 21/1967: Revolutionär Rudi Dutschke auf dem Cover von DER SPIEGEL.

Foto: DER SPIEGEL
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Rudi Dutschke im Fotoautomaten: Am 24. Dezember 1979 starb der 68er-Agitator Rudi Dutschke bei einem epileptischen Anfall. Das Bild wurde von seiner Witwe als Automatenaufnahme deklariert und nach Dutschkes Tod der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?