Nachkriegs-Pubertät Küsse, Marx und Lili Marleen
Abc-Schütze: Am Tag seiner Einschulung im Jahr 1938 posiert der siebenjährige Ernst Woll mit einer Schultüte in der Hand für die Kamera. Aus der Nachkriegszeit existieren kaum Aufnahmen von Woll, da beim Einmarsch der Amerikaner alle Fotoapparate abgegeben werden mussten.
Abgebrannte Bildungsinstitution: Unten im Bild ist die Schule des thüringischen Ortes Hohenleuben zu sehen, in die Ernst Woll 1938 eingeschult wurde. Daneben steht die Kirche des Ortes, in der Woll 1946 konfirmiert wurde. 1945 brannte das Schulgebäude nach einem amerikanischen Angriff völlig nieder. Während seines letzten Jahres an dieser Schule hatte Ernst Woll daher in Ausweichquartieren Unterricht.
Opium für das Volk: Die Postkarte zeigt die Kirche des kleinen Ortes Hohenleuben in Thüringen, in der Ernst Woll 1946 konfirmiert wurde. "Es war sehr feierlich, als wir diesen Gang zwischen den Sitzreihen entlang bis zum Altar gingen", erinnert er sich. Doch unter der neuen Sowjetbesatzung sollte alles Kirchliche bald sehr skeptisch beäugt werden.