Nachkriegs-Pubertät - DER SPIEGEL
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Nachkriegs-Pubertät Küsse, Marx und Lili Marleen

Der Schrecken des Krieges ging, Sorgen über Mädchen, Schule und die neuen Besatzer kamen: Mit 14 Jahren erlebte Ernst Woll zugleich das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Beginn seiner Pubertät. Zwischen GIs, Sowjets und Abschlussfeiern versuchte er, sich im neuen Leben zurechtzufinden.
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Abc-Schütze: Am Tag seiner Einschulung im Jahr 1938 posiert der siebenjährige Ernst Woll mit einer Schultüte in der Hand für die Kamera. Aus der Nachkriegszeit existieren kaum Aufnahmen von Woll, da beim Einmarsch der Amerikaner alle Fotoapparate abgegeben werden mussten.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Abgebrannte Bildungsinstitution: Unten im Bild ist die Schule des thüringischen Ortes Hohenleuben zu sehen, in die Ernst Woll 1938 eingeschult wurde. Daneben steht die Kirche des Ortes, in der Woll 1946 konfirmiert wurde. 1945 brannte das Schulgebäude nach einem amerikanischen Angriff völlig nieder. Während seines letzten Jahres an dieser Schule hatte Ernst Woll daher in Ausweichquartieren Unterricht.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Opium für das Volk: Die Postkarte zeigt die Kirche des kleinen Ortes Hohenleuben in Thüringen, in der Ernst Woll 1946 konfirmiert wurde. "Es war sehr feierlich, als wir diesen Gang zwischen den Sitzreihen entlang bis zum Altar gingen", erinnert er sich. Doch unter der neuen Sowjetbesatzung sollte alles Kirchliche bald sehr skeptisch beäugt werden.

Foto: Ernst Dr. Woll
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?