Nachkriegsgeheimnisse - DER SPIEGEL
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Nachkriegsgeheimnisse Die Jagd nach dem deutschen Duft

Eingeschüchtert, entführt, verhört: Nach dem Zweiten Weltkrieg holte die britische Eliteeinheit T-Force Hunderte deutsche Wissenschaftler nach Großbritannien. Doch sie hatten es nicht nur auf Militärtechnologie abgesehen, es ging auch um Firmengeheimnisse.
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Erbeutete V2-Rakete: Soldaten der ersten US-Armee stehen im April 1945 auf dem Bahnhof von Eromskirchen an einer intakten deutschen V2-Rakete, die ihnen bei der Eroberung der Stadt in die Hände gefallen ist. Die Flüssigstoff-Fernrakete V2 (V für Vergeltung) war 14 Meter lang, 13 Tonnen schwer und hatte eine Reichweite von 380 Kilometern. Zusammen mit der Flugbombe V1 wurde sie von der Nazi-Propaganda zur "Wunderwaffe" erklärt, mit deren Hilfe das Hitler-Regime eine Wende im Zweiten Weltkrieg erzwingen wollte. Die V2 wurde vor allem bei der Bombardierung Londons und Südenglands eingesetzt. Nach dem Krieg wollten Großbritannien und die USA von den in Deutschland entwickelten Technologien profitieren und holten sich daher deutsche Wissenschaftler, die für sie arbeiten sollten.

Foto: Harold Siegman/ DPA
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Mercury-Redstone- Rakete: Eine Gruppe von NASA-Mitarbeitern steht vor einer Mercury-Redstone-Rakete, mit der der erste Mensch ins Weltall geschossen werden sollte. Unter ihnen der deutsche Wissenschaftler Wernher von Braun, der für die Nationalsozialisten den Bau der V-2-Rakete geleitet hatte und nach Kriegsende in den USA an der Entwicklung der Mercury-Redstone- und Saturn-V-Rakete beteiligt war. Auch mit auf dem Foto sind die Astronauten James Lovell, Walter Schirra und Gus Grissom, sowie ein weiterer Deutscher, Joachim Kuettner, Direktor des Marshall Space Flight Center und Leiter der Mercury- und Apollo-Projekte.

Foto: NASA-MSFC
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Duftwasser 4711: Parfüm der Duftwassermarken "4711 Echt Kölnisch Wasser": Die britische T-Force, die nach dem Zweiten Weltkrieg deutsche Wissenschaftler nach Großbritannien holte, war nicht nur an Raketen- und Waffentechnologie interessiert. Die Briten versuchten auch an Firmengeheimnisse, wie das Erfolgsrezept des Kölnisch Wassers "4711" zu kommen.

Foto: DPA
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Raketentechniker von Braun: Der deutsche Raketentechniker Wernher von Braun hält ein Modell der V2-Rakete. Er hatte die Entwicklung der V2 für die Nazis während des Zweiten Weltkriegs in Peenemünde geleitet. Nach Kriegsende siedelte er in die USA über, wo er die Entwicklung der ersten Stufe der Saturn-V-Trägerrakete leitete. Sein größter Traum und Erfolg war die Mondlandung der Amerikaner, die 1969 durch seine Beteiligung möglich wurde.

Foto: NASA-MSFC
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