Nachkriegsluftbilder - Heimlich über Berlin - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Verbotenen Luftbilder Schokolade mit Pervitin

Berlin, wie es kein Deutscher sehen durfte: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelang es dem Fotografen Hein Gorny, die zerbombte Hauptstadt aus der Luft abzulichten. Sein Sohn Peter Gorny erzählt, wie es zu den spektakulären Aufnahmen kam - und warum bis zur Veröffentlichung Jahrzehnte vergingen.
1 / 20

Licht und Schatten: Vier Tage nach dem Tod des Reichspräsidenten im August 1934 war der Platz vor dem Brandenburger Tor in "Hindenburg-Platz" umbenannt worden - und blieb es noch bis 1958.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
2 / 20

Die Siegessäule, 1873 als "Nationaldenkmal der Einigungskriege" eingeweiht, war 1938/39 vom Platz der Republik (damals: Königsplatz) auf die Achse der Charlottenburger Chaussee umgesetzt worden.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
3 / 20

Sowjetisches Ehrenmal: Im Großen Tiergarten an der Charlottenburger Chaussee (heute Straße des 17. Juni) war es 1945 - kurz vor Entstehung dieser Aufnahme - in Gedenken an die gefallenen Soldaten der Roten Armee errichtet worden.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
4 / 20

Der Spreebogen mit dem Reichstagsgebäude und dem Platz der Republik. Aus der Luft ist 1945 noch gut die kreisrunde Bodenstruktur zu erkennen, wo einst die Siegessäule stand, bevor sie auf die Charlottenburger Chaussee versetzt wurde.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
5 / 20

Olympiastadion: Der ovale Prachtbau war nach Plänen des Architekten Werner March für die XI. Olympischen Sommerspiele errichtet und am 1. August 1936 eröffnet worden.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
6 / 20

Anflug auf die Gedächtnis-Kirche: Als die Fotografen Adolph C. Byers und Hein Gorny über der Stadt kreisen, liegen noch immer Berge von Schutt und Trümmern auf den Straßen Berlins.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
7 / 20

Eine Ruine blieb die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, die bei einem Luftangriff am 23. November 1943 zerstört worden war, auch noch nach dem Wiederaufbau Berlins - als Mahnmal.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
8 / 20

Lustgarten: Die Kuppel des Berliner Doms war bei einem Luftangriffe am 24. Mai 1944 in Brand gesetzt worden. Sie stürzte ein und durchschlug den Boden der Kirche, wobei eine Gruft der Hohenzollern im Keller des Gebäudes zerstört wurde. Links im Bild: das Alte Museum.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
9 / 20

Messegelände: Während des Zweiten Weltkriegs war das Areal mit dem markanten Eingangsgebäude weitgehend zerstört worden. Doch bereits 1946 begann der Wiederaufbau. Im Hintergrund: das Haus des Rundfunks an der Masurenallee.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
10 / 20

Alexanderplatz: In den letzten Kriegstagen waren viele Gebäude und Anlagen rund um den "Alex" zerstört worden. Von links: das Kaufhaus Wertheim, der Bahnhof sowie das Berolina-Haus, Kaufhaus Tietz und Alexanderhaus.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
11 / 20

Die Technische Hochschule an der Charlottenburger Chaussee nach Kriegsende. Bereits ein Jahr später wurde sie als Technische Universität neu eröffnet.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
12 / 20

Stettiner Bahnhof: Die Verbindung zwischen Berlin und der pommerschen Stadt an der Odermündung bestand seit 1842. Vom Bahnhof selbst blieb nur ein Gebäuderest. Heute befindet sich an dieser Stelle der unterirdische S-Bahnhof Nordbahnhof.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
13 / 20

Berlin-Wedding: Die Sebastianskirche am Gartenplatz war im November 1943 nach einem Bombenangriff ausgebrannt. Die Luftaufnahme vom Winter 1945/46 zeigt angrenzend das AEG-Fabrikgelände und im Hintergrund den Humboldthain mit den Hochbunkern.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
14 / 20

Stadtkern: Blick auf die Oper, die Neuen Wache, das Zeughaus, das Pergamon-Museum, Neuen und Alten Museum, Börse, Berliner Dom samt Lustgarten, das Königliche Schloss, die Bauakademie sowie die Friedrichswerdersche Kirche.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
15 / 20

Pariser Platz: Das klassizistische Brandenburger Tor ist das einzig erhaltene Stadttor Berlins. Es überstand auch den Zweiten Weltkrieg, allerdings war die Quadriga stark beschädigt und eine Säule zerschossen worden.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
16 / 20

Pariser Platz: Die herrschaftlichen Bauten rund um den 1,5 Hektar großen Platz östlich des Brandenburger Tors wurden bei Luftangriffen auf Berlin schwer getroffen - hier rechts im Bild die Ruinen des ehemaligen Palais von Max Liebermann.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
17 / 20

Berliner Reichstag: Die Türme des Gebäudes waren 1941 zu Flaktürmen ausgebaut; die Kellerräume während des Krieges von der Charité als Entbindungsstation genutzt worden.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
18 / 20

Schwer beschädigt: Das Reichstagsgebäude war zwischen 1884 und 1894 nach Plänen des Architekten Paul Wallot errichtet worden. Bis in die sechziger Jahre blieb es eine Ruine.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
19 / 20

Blick in Richtung Leipziger Straße: Rund um den Potsdamer und Leipziger Platz stehen unmittelbar nach dem Krieg nur noch skelettierte Fassaden einst prächtiger Wohn- und Geschäftshäuser.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
20 / 20

Der Große Stern im Tiergarten, ab 1939 Standort der Siegessäule. Vorne im Bild: das Hansa-Viertel mit der Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Kirche. Im Bildhintergrund führt die Straße zum Brandenburger Tor.

Foto: Marc Barbey/A.C. Byers/Hein Gorny/Collection Regard
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?