Nachkriegszeit "Jürgen brachte einen netten Tommy mit"
Zuerst handelten sie auf dem Schwarzmarkt, dann freundeten sie sich an: Nach Ende des Krieges waren für Kurt-Jürgen Voigt die britische Soldaten in seiner Heimatstadt mehr als bloße Tauschpartner. Seine Mutter führte Tagebuch über den abendlichen Besuch, der bei den Nachbarn gelegentlich Neid auslöste.
Familie Voigt: Autor Kurt Voigt mit Frau und Sohn Jürgen, Anfang der dreißiger Jahre in Berlin.
Foto: Kurt-Jürgen Voigt
Tanzmusik für die Besatzer: Jürgen Voigt (an der Gitarre) bei einem Auftritt mit seiner Band "Candy's" im Army Welfare Center der britischen Armee in seiner Heimatstadt Kiel um 1948. Die Tommys hatte der Familie Voigt so manches Mal mit ihren Tauschgütern über die Runden geholfen.
Foto: Kurt-Jürgen Voigt
Käufliche Träume: Erst nach der Wirtschaftsreform im Juni 1948 waren die Regale in den Geschäften wieder gut gefüllt - mit lange zurückgehaltenen Waren. Die meisten Bürger, wie hier in Hamburg, standen staunend davor - die neue Auswahl leisten konnten sich nur die wenigsten.
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