Nachrichtenagenturen Neue Karriere für die Codeknacker
Clementine DeThier: Als junge Frau war sie als Nachrichtenhelferin für den Marine-Nachrichtendienst tätig, aus dessen Mitarbeiterstab später die Angestellten für die erste Nachrichtenagentur in der britischen Zone rekrutiert wurden. DeThier war im neuen Redaktionsteam dabei. Heute lebt die 87-Jährig in den USA in der Nähe von Washington D.C.
Decodieren und übersetzen: Nachrichtenhelferinnen bei der Arbeit am Verschlüsselungsgerät "Enigma". Clementine DeThier arbeitete nicht an den berühmten Dechiffriermaschinen. "Uns wurde Papier vorgelegt", erinnert sie sich. Anschließend wurde die verschlüsselte Nachricht erst decodiert und dann übersetzt.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 101I-490-3259-01A
U-Boot in See: Mannschaft am vorderen Geschütz des U 103, aufgenommen 1939. Zur Sicherung ihrer Seestreitkräfte unterhielt die deutsche Marineleitung einen eigenen Nachrichtendienst.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 101II-MW-3930-23A
Verhaftung der Regierung Dönitz: Großadmiral Karl Dönitz, Mitte, nach seiner Verhaftung im Mai 1945 am Marinestützpunkt Flensburg-Mürwik. Hinter ihm Generaloberst Alfred Jodl, links, und Reichsminister Albert Speer, rechts.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1985-079-31
Chiffriermaschine "Enigma": Sie sehen fast wie die Tasten einer Schreibmaschine aus, dabei können sie sehr viel mehr. Mit diesen Maschinen verschlüsselten die Deutschen im Zweiten Weltkrieg ihre Nachrichten in den "Enigma"-Code. Das Bild vom 10. Dezember 1943 zeigt eine Luftnachrichtenhelferin bei der Arbeit in Hamburg.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-2007-0705-502
Geheime Nachrichten: Im U-Boot U 124 arbeitet ein Funker an einer "Enigma", aufgenommen im März 1941 bei Lorient, Frankreich. Die Geheim-Codes der "Enigma"-Chiffriermaschinen des deutschen Militärs entschlüsselten im Zweiten Weltkrieg britische Kryptoanalytiker in Bletchley Park.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 101II-MW-4222-03A
Arbeitszeugnis: Im Juni 1945 stellte das Oberkommando der Kriegsmarine in Flensburg-Mürwik Clementine Schmidt, heute DeThier, dieses Dienstleistungszeugnis aus. Seit 1942 war sie bei der Seekriegsleitung als Sekretärin beschäftigt - und musste in dieser Position in erster Linie vertrauliche Dokumente übersetzen sowie "allgemeine Personal- und Büroaufgaben" übernehmen.