Zum Tode von Ravi Shankar Virtuose des schwebenden Klangs
Ravi Shankar, 1920-2012: Der Sitarvirtuoso war der berühmteste Musiker Indiens.
Ravi Shankar bei einem Konzert in Bangalore im Februar 2012. In seiner Heimat nannte man ihn "Pandit", Gelehrter.
Der Violinist Yehudi Menuhin nahm mit Shankar 1966 das Album "West Meets East" auf und macht ihn so beim westlichen Bildungsbürgerpublikum bekannt.
Auch der Jazzsaxofonist John Coltrane war fasziniert von der Musik Shankars.
Der Durchbruch in die westliche Popwelt kam mit der Bekanntschaft zu Beatles-Gitarrist George Harrison.
Harrison ließ sich von Shankar Sitarunterricht geben und baute das Instruments in Songs wie "Norwegian Wood" oder "Within You Without You" ein. Was folgte war ein veritabler Sitar-Boom: Von den Rolling Stones bis Donovan machten sich viele Musiker der Sechziger den schwebenden, psychedelischen Sound der Sitar zunutze.
In der Folge war Ravi Shankar Stargast bei Festivals von Monterey bis Woodstock. Dass Jimi Hendrix auf der Bühne seine Gitarre anzuzünden pflegt, schätzte Shankar allerdings nicht besonders.
Ravi Shankar mit seinen Töchtern Anoushka (links) und Geetali Shankar alias Norah Jones.
Anoushka Shankar in den Fußstapfen des Papas: Die Tochter ist ebenfalls Sitarvirtuosin geworden.
Weniger bekannt ist, dass die Singer/Songwriterin Norah Jones auch eine Tochter Ravi Shankar ist - hervorgegangen aus einer kurzen Beziehung mit der US-Amerikanerin Sue Jones.
Am 11. Dezember 2012 starb Ravi Shankar 92-jährig in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego.