Mark E. Smith Meister der miesen Laune
Born in the Fifties: Mark E. Smith wurde am 5. März 1957 in Broughton bei Manchester in eine Arbeiterfamilie geboren. Rock'n'Roll und Rockabilly bildeten das Fundament seiner späteren Musik.
Mit Sicherheitsabstand zum Rest der Welt: Vier Jahrzehnte lang führte Smith seine Band The Fall als Grantler und einsames Genie. 60 Musiker kamen und gingen, der Chef blieb.
Newcomer Mark E. Smith in London, 1979: Post-Punk heißt das Genre, zu dem The Fall gehörten - eine Verweigerung tradierter Rock-Motive und -Klischees.
Große Liebe: Mark E. Smith mit seiner ersten Ehefrau Brix. Das Paar war von 1983 bis 1989 zusammen. Smith heiratete noch zweimal, zuletzt 2001.
Performer Smith (2001 in den Niederlanden): Schlecht gelaunte Gang von Kids aus Beton-Trabantenstädten, wie von Stanley Kubrick erträumt.
Gut, das ist eine Lederjacke, aber mit Rock-Klischees hatten Post-Punks wie Mark E. Smith nicht viel am Hut, sie pfiffen drauf. Das machte sie unberechenbar für die Medien.
Ja, er konnte auch lachen: Mark E. Smith zu Beginn seiner Karriere. Neben The Fall kamen auch Bands wie A Certain Ratio und Joy Division aus den sterbenden Arbeitervierteln von Manchester - und etablierten einen passenden, passiv-aggressiven Sound.
Nein, das ist nicht Mick Jagger, sondern auch Mark E. Smith, 1980 im Electric Ballroom von London. Der BBC-DJ John Peel wurde als einer der ersten Pop-Journalisten auf The Fall aufmerksam - und blieb über Jahrzehnte treuer Fan und Begleiter.
The Fall in Leeds, 2011. Mehr als 60 Musiker spielten seit 1979 in Smiths Band. Diese kurzlebige Live-Inkarnation bestand aus Pete Greenway, Keiron Melling, Dave Spurr und Elena Poulou.
The Fall in Liverpool, 2011: Zum Schluss machte Smiths Gesundheit nicht mehr mit. Einige Konzerte im vergangenen Jahr musste der 60-Jährige im Rollstuhl absolvieren.
Ikone der Unangepasstheit: Mark E. Smith starb am 24. Januar, dem laut Psychologen und Meteorologen offiziell depressivsten Tag des Jahres.