Abenteuer in Afrika Light Namibias beste Campingplätze
Im Mekka der Großwildwatcher: Olifantsrus Camp
Vor gut zwei Jahren hat die Verwaltung des Etosha-Nationalparks hier ihren ersten reinen Campingplatz eröffnet. Olifantsrus hat nur zehn Stellplätze. Im lange Zeit kaum zugänglichen Westen des Parks gibt es keine Massenabfertigung von Touristen - anders als in Etoshas bekannteren Camps Namutoni, Halali und Okaukuejo weiter östlich. Die Fauna ist vielfältig: Nicht nur Elefanten, sondern auch Löwen, Nashörner, Giraffen, Geier und Impalas kommen oft hierher.
Anreise: Olifantsrus ist das westlichste Camp des Etosha-Nationalparks. Wer seine Safari hier starten will, fährt über Kamanjab auf der geteerten C40 etwa 59 Kilometer bis zum Galton Gate, dem Westeingang des Parks. Von dort aus ist das Camp gut ausgeschildert. Entlang der zwischen 60 und 100 Kilometer langen Routen nach Olifantsrus liegen zahlreiche Wasserlöcher, an denen Hunderte Wildtiere ihren Durst stillen. Das nächste Camp weiter östlich, Okaukuejo, ist etwa 120 Kilometer entfernt. Auch hier sollte man unterwegs bei den Wasserlöchern anhalten.
Reservierung: www.nwr.com.na , Telefon: +264 61 285 7200
Nicht vergessen: Ein Stativ für Ihre Kamera. Zwischen Abend- und Morgendämmerung ist am Wasserloch des Camps am meisten los. Gute Fotos lassen sich nur mit langen Belichtungszeiten machen. Bringen Sie Lebensmittel und Feuerholz mit; der Laden im Camp hat meistens geschlossen.
Neben dem Eingangstor stehen noch die Ruinen der alten Fleischfabrik: das Gestell mit dem Haken, an dem sie einst die Elefanten aufgehängt haben. Hunderte Tiere wurden hier noch in den Neunzigerjahren gekeult und zu Dosenfleisch verarbeitet, das Elfenbein wurde verkauft. Heute rührt niemand mehr ein Tier an, das zum Wasserloch von Olifantsrus kommt.
Im Reich der Tafelberge: Ugab Terrace Lodge
Tafelberge und Plateaus ragen aus der kargen Ebene empor; zwischen ihnen stehen mehr als 30 Meter hohe Felsnadeln in der Halbwüstenlandschaft. Das Ugab-Tal erinnert viele Besucher an das Monument Valley in den USA. Gestaltet hat dieses Kunstwerk der Fluss Ugab. Heute oft ausgetrocknet war der vor Jahrmillionen ein mächtiger Strom.
Den besten Überblick genießt man von der Ugab Terrace Lodge. Sie wurde auf einem der Plateaus gebaut. Entsprechend kostspielig sind die Gästezimmer hier oben. Die Campingplätze der Lodge sind nicht ganz so spektakulär, bieten aber immer noch ein beeindruckendes Panorama.
Anreise: Biegen Sie von der C39 etwa 55 Kilometer östlich von Khorixas oder etwa 80 Kilometer westlich von Outjo nach Süden auf die D2743 ab. Folgen Sie der Schotterpiste etwa 25 Kilometer; die Ugab Terrace Lodge ist ausgeschildert. Fahren Sie steil den Hang hinauf, bis Sie die Lodge erreichen. Die Camps liegen zwar weiter unten im Tal; einchecken müssen Sie aber oben auf dem Hügel.
Reservierung:
www.ugabterracelodge.com ; Tel: +264 81 1400 179, Mail:
info@ugabterracelodge.com
Nicht vergessen: Reservieren Sie rechtzeitig. Das Resort hat nur drei Stellplätze für Camper; im Umkreis gibt es kaum Alternativen. Bringen Sie Feuerholz, Anzünder und Lebensmittel mit.
Am Fuße von Afrikas Matterhorn: Spitzkoppe Rest Camp
Man muss die Spitzkoppe nicht kennen, um sie sofort zu entdecken. Schon von Weitem zeichnet sich der markante, einsame Berg am Horizont ab; viele erinnert er an das Matterhorn.
Direkt am Fuß des Inselberges liegt das vielleicht schönste Camp Namibias: das Spitzkoppe Rest Camp. Zu Sonnenauf- und -untergang glüht die Spitzkoppe in allen möglichen Gelbtönen. Und weil sich die einzelnen Stellplätze über mehrere Kilometer hinweg auf dem Gelände verteilen, stellt sich das Gefühl völliger Einsamkeit inmitten grandioser Natur ein.
Anreise: Über die geteerte B2 von Swakopmund oder Karibib. Biegen Sie auf die Schotterpiste M43 ab, dann nach 17 Kilometern rechts auf die D3716. Das Camp ist gleich hinter dem Örtchen Grootspitzskop, erste Abbiegung links.
Reservierung:
www.spitzkoppe.com , Telefon: +264 64 464 144, Mail:
logufa@africaonline.com.na
Nicht vergessen: Feuerholz, Lebensmittel und Trinkwasser. Duschen gibt es nur am Eingang des Camps; die Stellplätze sind teils Kilometer davon entfernt.
Paddeln mit Robben: Sophia Dale Base Camp
Den "Kühlschrank Namibias" nennen Einheimische die Küste bei Swakopmund und Walvis Bay, die Temperaturen dort steigen selten über 20 Grad. Da fühlen sich Robben, Pelikane und Flamingos ausgesprochen wohl. Ganz nahe kommt man ihnen bei einer Kajaktour in der Lagune von Walvis Bay.
Auch absolute Anfänger können sich hier aufs Wasser trauen: Das Meer ist still, das Wasser flach, die Guides sind aufmerksam. Danach gibt es Grillfleisch bei Manfred Lütz: Der Metzger ist aus dem Rheinland ausgewandert und betreibt das Sophia Dale Base Camp bei Swakopmund.
Anreise: Von Swakopmund fahren Sie die B2 etwa zwölf Kilometer landeinwärts. Ein kleines Schild auf der rechten Straßenseite zeigt die Abzweigung zum Sophia Dale Base Camp an. Biegen Sie rechts ab, fahren Sie noch etwa 200 Meter auf der Zufahrtsstraße, das Camp liegt auf der rechten Seite.
Reservierung: www.sophiadale.de , Telefon: +264 64 403264 oder +264 81 4130504, Mail: info@sophiadale.de
Nicht vergessen: Schlafsack ins Zelt mitnehmen! In Küstennähe ist es kühl - und gerade nachts oft nebelig-feucht.
Auf die Dünen, fertig, los: Sesriem Rest Camp
Mal leuchten sie aprikotfarben, mal golden, mal ziegelrot, mal in Kastanientönen - je nachdem, wie das Sonnenlicht gerade fällt. Die Sanddünen am Sossusvlei sind mehr als 200 Meter hoch; "Big Daddy" und "Big Mama" sollen sogar gut 300 Meter aus dem salzigen Untergrund der Namib-Wüste herausragen. Wer die Aussicht von oben genießen will, kann die meisten Dünen besteigen: dazu am besten Schuhe ausziehen (wegen des Sandes) und Socken anbehalten (wegen der Hitze).
Kinder lieben es, hinaufzurennen und auf Plastiktüten herunterzurutschen. Das Dead Vlei nebenan mit seinen vertrockneten Kameldornbäumen inmitten einer Salzpfanne ist mindestens ebenso fotogen wie das Sossusvlei - und nicht so überfüllt.
Auf dem Sesriem-Campingplatz, dem einzigen innerhalb des Nationalpark, suchen Oryxantilopen nach Essbarem. Das Camp ist etwas lieblos gestaltet, aber wer hier übernachtet, darf morgens eine Stunde früher zu den Dünen aufbrechen als Tagesgäste von außerhalb.
Anreise: Über die C19 von Solitaire oder Maltahöhe. Beim Schild "Sesriem" Richtung Westen abbiegen, dann etwa zwölf Kilometer geradeaus bis zum Eingangstor des Nationalparks. Die Dünen von Sossusvlei sind etwa 65 Kilometer vom Campingplatz entfernt, die Straße ist bis auf die letzten fünf Kilometer geteert. Dieses letzte extrem sandige Stück sollte man, wenn überhaupt, nur mit Allradfahrzeugen befahren. Die Alternative: Laufen Sie lieber oder steigen Sie in einen der Shuttles der Parkverwaltung.
Reservierung: www.nwr.com.na , Telefon: +264 61 285 7200
Nicht vergessen: Früh aufstehen! Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang machen die Parkwächter das Tor der Straße zum Sossusvlei auf, die genaue Uhrzeit können Sie im Camp erfragen. Es lohnt sich, durch die nächtliche Dunkelheit zu fahren, denn frühmorgens ist das Farbenspiel der Dünen am schönsten. Wenn Sie die Sandberge hinunterrutschen wollen, nehmen Sie eine Plastiktüte mit.
Baden in den Bergen: Büllsport Guest Farm
Ein Paradies für Badefreunde ist Namibia nicht: Die Skelettküste ist windumtost, der Atlantik eisig kalt, das Landesinnere meist staubtrocken. Aber im Naukluftgebirge, zwischen Windhoek und Sesriem, finden Wanderer kleine, entzückende Oasen zum Schwimmen. In der Köcherbaumschlucht staut sich ein Gebirgsbach immer wieder mal zu natürlichen Pools auf. Die vielleicht schönste Badestelle liegt nach etwa anderthalb Stunden Fußmarsch bergauf direkt unter einem markanten Feigenbaum.
Wer nicht die Schlucht hochsteigen will, kann sich von den deutschsprachigen Betreibern der nahe gelegenen Büllsport Guest Farm mit dem Jeep über eine abenteuerliche Piste ganz nach oben fahren lassen und den Rückweg bergab laufen. Die Stellplätze der Guest Farm liegen malerisch am Fuß des Gebirges. Nachts kommen schon mal Paviane vorbei und durchwühlen den Müll nach Essbarem.
Anreise: Büllsport ist eine gute Zwischenstation auf dem Weg zwischen Sesriem und Windhoek. Von Sesriem aus erreichen Sie die Farm in etwa 75 Minuten Fahrt über die C19 und die D854. Von Windhoek fahren Sie zunächst die geteerte B1, biegen dann hinter Rehoboth auf die C24 nach Westen ab, dann nach etwa 38 Kilometern links auf die M4 und nach rund 69 Kilometern rechts auf die D1206. Am Ende dieser 28 Kilometer langen Piste ist links die Farm. Gesamtfahrzeit: knapp 3 Stunden.
Reservierung: www.buellsport.com , Telefon: +264 63 293371, Mail: info@buellsport.com
Nicht vergessen: Badekleidung, wenn Sie auf Ihrer Wanderung durch die Köcherbaumschlucht schwimmen gehen wollen.
Baden in den Bergen: Trekking im Abgrund:Canyon Roadhouse
160 Kilometer lang, bis zu 27 Kilometer breit und teils mehr als einen halben Kilometer tief ist der Fish River Canyon. Vier bis fünf Tage dauert eine komplette Wanderung durch den Canyon - erlaubt ist sie ausschließlich von Mai bis September und nur mit einem professionellen Führer.
Im Canyon Roadhouse, 24 Kilometer nordöstlich des Hauptaussichtspunktes, erfahren Besucher alles über die Geschichte sowie die Tier- und Pflanzenwelt der Umgebung. Camper können ihr Zelt unter schattigen Kameldornbäumen aufbauen und im hauseigenen Pool plantschen.
Anreise: Von Keetmanshoop über die asphaltierte B4, nach etwa 43 Kilometern südlich auf die C12. Bieten Sie nach rund 76 Kilometern hinter Holoog auf die C37/D601 ab. 16 Kilometer weiter kommt das Canyon Roadhouse. Reservierung: Hier , Telefon: +264 61 230 06 646 oder +264 61 427200.