Namibia: Wandern im Fish River Canyon - DER SPIEGEL
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Fish River Canyon in Namibia Furche in der Wüste

Der zweitgrößte Canyon der Welt liegt im Süden Namibias - und ist fast unbekannt. Eine Trekkingtour durch die bis zu 550 Meter tiefe Fischfluss-Schlucht führt zu Sandbänken, Wildpferden und zur Frage, ob Haferbrei wirklich sein muss.
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Symphonie in Rot und Braun: In Millionen Jahren hat sich der Fish River in die namibische Erdkruste gefräst. Das Ergebnis: der zweitgrößte Canyon der Welt.

Foto: Thomas Schmelzer
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Wer die bis zu 500 Meter tiefe Schlucht durchwandern will, muss sich auf einen vier- bis fünftägigen Marsch einstellen und sollte früh reservieren - die Route ist bei vielen Touristen beliebt. Die Nationalparkverwaltung lässt aber nur maximal 40 Menschen auf einmal in den Canyon hinein.

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Nach dem Abstieg warten feine Sandbänke, spektakuläre Aussichten und absolute Abgeschiedenheit.

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Hier sind normalerweise nur Wanderer unterwegs, jede Ecke taugt als Nachtlager.

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Auf vielen Abschnitten versperren mannshohe Felsbrocken den Weg. Diese zu überqueren, macht durstig. Erik, einer der beiden Begleiter unseres Autoren, sieht zwischen den riesigen Felsen winzig aus.

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Für Fotografen ist die Wanderung Herausforderung und Genuss: Wer die schwere Ausrüstung über 90 Kilometer schleppt, wird mit Bilderbuchmotiven belohnt.

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Lebenszeichen: Die meisten Wanderer hinterlassen im Canyon keine Spuren - außer ein paar angehäuften Steinen.

Foto: Thomas Schmelzer
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Im Canyon leben ein paar Dutzend Wildpferde. In den Siebzigerjahren büchsten sie von einer nahe gelegen Farm aus - und wurden nie wieder eingefangen.

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Außer den Pferden gibt es auch zahlreiche Antilopen, Leoparden und Affen im Canyon. Ob diese Antilope einem Leoparden zum Opfer fiel?

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An manchen Stellen dehnt sich der Canyon auf eine Breite von bis zu 30 Kilometern aus. Erik und Eivind beratschlagen, was wohl der kürzeste Weg ist.

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Wenn morgens die Sonne hinter den Canyon-Wänden auftaucht, schimmert der Fluss für kurze Zeit violett und orange.

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Weil ein Zelt zu viel wiegt, schlafen die meisten Wanderer unter freiem Himmel. Das kann unter dem Sternenhimmel ziemlich romantisch sein - ist aber auch bitterkalt. Im namibischen Winter sinkt die Temperatur nachts oft unter fünf Grad Celsius.

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Kalt - und krabbelig: Diese Riesenkäfer sehen die menschlichen Eindringlinge in ihr Revier nicht wirklich gern. Wer nicht aufpasst, wacht morgens mit einem neuen Mitbewohner im Schlafsack auf.

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Balanceakt: Manchmal besteht das Flussbett kilometerlang aus nichts anderem als handballgroßen Steinen. Daneben sollte man lieber nicht treten. Wer sich im Canyon verletzt, kommt nur noch per Luftrettung wieder heraus.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?