Europa oder USA? Wurstfest und Westernstädte
Warum spielen Europäer gerne Cowboy? Warum tragen Amerikanerinnen Dirndl? Die Fotografin Naomi Harris ging diesem Phänomen auf den Grund und besuchte amerikanische Städte sowie Veranstaltungen, die europäische Traditionen aufgreifen und Orte in Europa mit dem Thema Amerika - wie hier in Sioux City in San Agustín, Gran Canaria. Lassowerfen, Duellieren oder Square Dance tanzen - so erleben die Besucher hier den Wilden Westen.
Sind wir in die Vergangenheit gereist? Fast, denn hier im tschechischen Brezno werden amerikanische Schlachten zwischen Soldaten und Ureinwohnern nachgestellt - in handgemachten Kostümen.
Fast wie in Süddeutschland: Beim bayerischen Maifest in Leavenworth, Washington, kleiden sich die Besucher in Trachten und stellen einen Maibaum auf.
Mit Käppchen und Holzschuhen wird hier nicht in den Niederlanden sondern in Orange City, Iowa, das Tulip Festival gefeiert.
Wikingerhelm und Fellkleidung trägt dieser Mann, der das Little Norway Festival in Petersburg, Alaska, besuchen will.
Im Themenpark OK Corral in Cuges-les-Pins im Süden Frankreichs dreht sich alles um den Wilden Westen.
Ausgelassene Stimmung: Beim Lakeside Rock'n'Roll und US Car Weekend in Agárd in Ungarn bestaunen die Besucher US-Autos und feiern auf Rock'n'Roll Konzerten.
Im Freizeitpark Pullman City im Bayerischen Wald können Besucher den Wilden Westen nacherleben: beim Bogenschießen, Goldwaschen oder Line Dance.
Die Bewohner von New Braunfels, Texas, feiern jedes Jahr das größte deutsche Volksfest Amerikas - das Wurstfest. 1845 ließen sich hier die ersten deutschen Siedler nieder, bei Bier und Fleisch im Festzelt wird daran erinnert.
Zu den Highlights beim Bavarian Festival in Frankenmuth, Michigan, gehört eine große Parade, bei der die Teilnehmer in Dirndl oder Lederhose durch die Straßen ziehen.
Reitende Cowboys, skrupellose Banditen und ein Dorfsheriff: Im Freizeitpark High Chaparral im schwedischen Hillerstorp kann der Besucher eine Zeitreise in eine Westernstadt unternehmen.
In ihrem Bildband "E.U.S.A.", erschienen beim Kehrer-Verlag , zeigt Harris in 135 Fotos, wie in Amerika und USA jeweils das fremde kulturelle Erbe gefeiert wird.