Nasa dokumentiert Gletscherschmelze Enteisung am Nordpol
Häuser in Grönland, nahe dem Militärflugplatz Thule Air Base: Seit neun Jahren erforschen Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa die Eisflächen in der Arktis und Antarktis. Der Klimawandel trifft beide Regionen besonders hart.
Meereis an der Baffin Bay trifft auf Festland: Von der Luft aus untersuchen die Nasa-Forscher der Operation "Ice Bridge" jährlich, wie sich die Eismassen Grönlands verändern.
Eisgletscher oberhalb von Ellesmere Island: Die Nasa-Wissenschaftler dokumentieren, wie das Eis stetig schwindet. Der Fotograf Mario Tama hat sie in diesem Frühjahr bei ihrer Arbeit begleitet.
Die Flüge starten vom US-Luftwaffenstützpunkt Thule im nördlichen Grönland. Er liegt etwa 1200 Kilometer nördlich des Polarkreises und ist der nördlichste Stützpunkt des US-Militärs.
Einer der Nasa-Wissenschaftler ist John Sonntag. Er arbeitet an einem Laptop an Bord des Forschungsflugzeugs, bevor es von der Thule Air Base aus losfliegt.
Wasser und Eis: Wie sich das Polareis verändert hat, haben die Forscher in den vergangenen neun Jahren dokumentiert. Die Flüge über Teile Kanadas, Grönlands und des Arktischen Ozeans dauern bis zu acht Stunden.
Die Nasa-Technikerin Lauren Prinski schaut kurz vor dem Start des Forschungsflugzeugs aus dem Fenster.
Menschen stapfen durch Eis und Schnee in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Thule. Das Projekt "Ice Bridge" ist besonders wichtig, seit der Satellit "ICESat" 2009 ausgefallen ist.
Der Satellit sollte eigentlich die Eismassen an der Arktis und Antarktis untersuchen. Wenige Wochen nach dem Start der Mission 2003 versagte der erste Laser von "ICESat". Im Oktober 2009 fiel auch der dritte und letzte Laser aus. 2018 soll der Nachfolge-Satellit "ICESat-2" an den Start gehen.
Noch bis Mai erforschen die Wissenschaftler die Eismassen Grönlands. Von Oktober bis November fliegen die Forschungsflugzeuge über die Antarktis.
Eisberge ragen aus dem vereisten Meer entlang der Küste der Baffin Bay, dem Meerarm zwischen Grönland und dem kanadisch-arktischen Archipel.
Auch wenn bis zum Horizont nichts als Eis zu sehen ist - der Eisschild Grönlands schrumpft.
Laut den Wissenschaftlern hat das Meereis in der Arktis Anfang März das kleinste Ausmaß erreicht, das jemals zu dieser Jahreszeit gemessen wurde.
Auch die Eisfelder von Ellesmere Island ziehen sich wegen steigender Temperaturen zurück.
Ellesmere Island ist die nördlichste und größte Insel der Königin-Elisabeth-Inseln Kanadas.