Nato-Manöver "Trident Juncture" Nato demonstriert Stärke
Helikopter im Tiefflug in der Nähe der spanischen Stadt Saragossa. In Südeuropa führt die Nato ihr größtes Militärmanöver seit 2002 aus.
"Trident Juncture" heißt der Einsatz, der vor gut zwei Wochen begonnen hat. Medialer Höhepunkt ist der Kampf um "Casas Atlas". Hunderte Journalisten sind zu dem Spektakel angereist.
Blick von der Kommandobrücke des spanischen Flugzeugträgers "Juan Carlos I": Von der Atlantikküste Spaniens bis nach Sizilien übte die Nato Landungs- und Kampfeinsatze aus.
Die Übung, so Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, sei ein "eindrucksvolles Symbol unserer militärischen Fähigkeiten."
Das Operationsgebiet erstreckte sich auf einer Fläche von 850 mal 1800 Kilometer. Auf dem Meer kreuzten 60 Schiffe.
Sie brachten Truppen und Material an Land. Am Boden warten mehr als 36.000 Soldaten im Einsatz, die Bundeswehr beteiligte sich mit 3000 Soldaten.
Britische Offiziere betrachten ein Modell des Geländes. Das Showmanöver soll die Dominanz der Nato symbolisieren und Handlungsfähigkeit beweisen.
Panzer röhren am Strand: Ausdrücklich spielt der inszenierte Krieg am Rande des Militärbündnisses. Viel deutlicher, so sagen es Militärs, könne man die wachsenden Gefahren am Süd- und Ostrand der Nato nicht demonstrieren. Gemeint sind unter anderem Russland - seit dem Ukraine-Konflikt - und die Terrormiliz "Islamische Staat" in Syrien.
Übung mit 140 Flugzeugen. Nato-Generalsekretär Stoltenberg sieht es so: Das Bündnis müsse in Zukunft fähig sein, in einem sehr großen Gebiet zu operieren.
Auch Luftkissenboote kamen zum Einsatz. Man sehe "viele verschiedene Gefahren durch zerfallende Staaten von Afghanistan über Syrien bis hin nach Nordafrika", sagte Stoltenberg. Auf diese Instabilität müsse sich das Bündnis langfristig einrichten.