Naturkatastrophen Verwüstet
Ausgetrocknetes Wasserreservoir in Spanien: Dieser Anblick war in diesem Sommer keine Seltenheit. Nun zeigt ein weltweiter Bericht, welche Regionen der Erde besonders von Naturkatastrophen bedroht sind.
Blick auf ein Dorf nach dem verheerenden Erdbeben Mitte Oktober in Indonesien, bei dem Tausende Menschen ums Leben kamen. "Katastrophenrisiken sind ungleich verteilt, sie betreffen vor allem Inselstaaten und Staaten mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Ozeanien, Asien und Mittelamerika", schreiben die Forscher in dem Weltrisikobericht.
Arbeiter beim Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Indonesien: Der Index berücksichtigt auch, wie gut einzelne Länder auf Naturkatastrophen vorbereitet sind.
Heftige Regenfälle haben auch in Nicaragua zahlreiche Flüsse über die Ufer treten lassen, wie hier in der Gemeinde Malacatoya, gut 65 Kilometer von der Hauptstadt Managua entfernt.
Honduras im September 2018: Eine Frau schöpft Wasser aus einem Erdloch. Normalerweise sorgt der Bach "El Salto" in der ländlichen Region für ausreichend Wasser, doch in diesem Jahr war er komplett ausgetrocknet. Wegen der langanhaltenden Trockenheit rief die Regierung den Notstand aus. Mehr als 170.300 Familien drohte die Nahrung auszugehen.
Auch die Gefahr für Waldbrände wird in dem Index erfasst. Eine Region, die immer wieder betroffen ist, ist Kalifornien. Mitte November wüteten die Brände besonders schwer.
Ein Grund für die Waldbrände in Kalifornien war die lang anhaltende Trockenheit. Forscher rechnen damit, dass die Wetterextreme weiter zunehmen könnten.
Der Weltklimarisikoindex wird seit 2011 von dem "Bündnis Entwicklung Hilft" herausgegeben, zu dem sich mehrere Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben. Ihre Analyse zeigt: Gerade Kinder leiden unter Naturkatastrophen. Laut Unicef lebt fast jedes vierte Kind in Gebieten, die von Katastrophen betroffen sind.