Nazi-Karriere - DER SPIEGEL
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Nazi-Karriere Der Stolz meines Vaters

Als sein Vater im Zweiten Weltkrieg stirbt, ist Hilmar Zeissig erst drei Jahre alt. Doch das Schicksal des Soldaten auf den alten Fotos lässt den Sohn nicht los. Jahrzehnte später begibt er sich auf Spurensuche - und rekonstruiert die Biografie eines Naturburschen, der zum Nazi-Karrieristen wurde.
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Kriegsfreiwilliger: Ohne die Eltern um Erlaubnis zu fragen, meldete sich Richard Zeissig 1914 freiwillig für die Front. Im November wurde er bei der Schlacht an der Yser zum ersten Mal verwundet, kam für zwei Monate ins Lazarett und meldete sich im Januar 1915 erneut. Im Mai 1915 wurden ihm im Kampf um Ypern bei einem Sturmangriff bei Keerselarhoek die Sehnen des rechten Ober- und Unterarms sowie das linke Bein durchschossen. Nachdem er wegen der Schwere seiner Verletzungen aus dem Heeresdienst entlassen worden war, trainierte er mit solcher Zähigkeit, dass er sich bereits im Februar 1916 zurückmelden konnte. In diesem Jahr entstand auch das Foto.

Foto: Hilmar Zeissig
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Vater und Sohn: Richard Zeissig mit seinem Sohn Hilmar 1938 in Berlin.

Foto: Hilmar Zeissig
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Ehrung für Kriegsverdienste: Urkunde zur Verleihung des Ritterkreuzes des Sächsischen Albrechtsordens an Richard Zeissig, ausgestellt am 21. August 1917.

Foto: Hilmar Zeissig
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Siedler in Südamerika: Richard Zeissig mit Bruder Hans im Chaco von Argentinien, aufgenommen 1921.

Foto: Hilmar Zeissig
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Standesgemäße Vermählung: Hochzeit von Sigrid von Knauer und Richard Zeissig 1937 in Berlin. Links: Richards Chef Ernst-Wilhelm Bohle, Gauleiter der Auslandsorganisation der NSDAP.

Foto: Hilmar Zeissig
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Familie Zeissig: Richard Zeissig mit seinem Vater und Bruder Hans, 1901. 19 Jahre später wandern Richard und der sieben Jahre ältere Hans nach Argentinien aus.

Foto: Hilmar Zeissig
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Karriere in der Partei: Richard Zeissig als Hauptmann d.R. 1939. Im Herbst 1938 war Zeissig von der Parteileitung der NSDAP als Landesgruppenleiter nach Prag geschickt worden - auf der Prager Burg empfing er im März 1939 Adolf Hitler.

Foto: Hilmar Zeissig
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Parteigenossen: Adolf Hitler begrüßt im März 1939 Hauptmann Richard Zeissig auf der Prager Burg.

Foto: Hilmar Zeissig
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Soldatennachwuchs: Hilmar in einer Uniform eines Hauptmanns der Luftwaffe, die ihm sein Onkel geschenkt hatte, mit Schwester Gesine und Kindermädchen in Berlin 1940.

Foto: Hilmar Zeissig
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"Heil Hitler": Richard Zeissig im französischen Parlament am 9. November 1940. Kurz nach dem Einmarsch in Paris hatte Hitler seinen Gefolgsmann als Landesgruppenleiter der NSDAP ins nunmehr besetzte Frankreich geschickt.

Foto: Hilmar Zeissig
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Reichsleiter Rosenberg: Richard Zeissig mit dem Reichsleiter der NSDAP, Alfred Rosenberg, am 28. November 1940 in Paris.

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Russland-Feldzug: Infanterieoffizier Richard Zeissig mit seinen Kameraden 1941 in Russland.

Foto: Hilmar Zeissig
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Ersehnte Anerkennung: Verleihungsurkunde für das Deutsche Kreuz in Gold vom 14. März 1942. Als die Urkunde ausgestellt wurde, war Richard Zeissig bereits zwei Monate tot.

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Letzte Ruhestätte: Das Grab von Richard Zeissig - geboren am 27. Januar 1897, gestorben am 6. Januar 1942 - in Wjasma, Russland.

Foto: Hilmar Zeissig
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Russland-Feldzug 1941: Eine Seite aus dem Familienalbum der Zeissigs.

Foto: Hilmar Zeissig
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?