Nazi-Täter Der Waldkircher Hitler
Der Henker des litauischen Judentums: Den bereits in den zwanziger Jahren in seinem Heimatort als "Waldkircher Hitler" gerufene Karl Jäger war nach Einschätzung des Historikers Hans-Heinrich Wilhelm "wahrscheinlich einer der effizientesten Massenmörder der neueren Geschichte". Nach seiner Verhaftung, zu der es erst 1959 kam, erhängte sich der damals 73-Jährige in seiner Zelle mit einem Stromkabel.
Systematisches Morden: Die von Karl Jäger geleiteten und penibel dokumentierten Massenexekutionen der litauischen Juden fanden durch Erschießung in den Festungsanlagen statt, die Kaunas umgaben. Diese Aufnahme wurde am 28. Oktober 1941 in der alten Festung von Kowno (Kaunas) gemacht.
LAF-Propaganda: In Litauen wurden die SS-Kommandos von der "Litauischen Aktivistenfront" unterstützt. Das 1941 entstandene Foto zeigt litauische Partisanen, wahrscheinlich Mitglieder der LAF, die litauische Juden zusammentreiben.
Geplanter Mord: Dieses heimlich aufgenommene Foto zeigt die Deportation von "arbeitsunfähigen" Ghettoinsassen im Spätsommer 1943 - möglicherweise nach Auschwitz -, nachdem die SS das Ghetto übernommen und in ein KZ umgewandelt hatte
Massenmord in Litauen: Litauische Juden kurz vor ihrer Exekution durch Erschießung in der Erschießungsstätte Ponary (litauisch: Paneriai) bei Wilna, vermutlich Herbst 1941. Die Sowjets hatten dort große Gruben ausgehoben, in denen Treibstoff gelagert werden sollte. Diese Gruben benutzten die SS und ihre litauischen Helfer bis Ende 1943/Anfang 1944 als Erschießungsstätte und Massengräber für Zehntausende Juden, sowjetische Kriegsgefangene und polnische Widerstandskämpfer.
Sorgfältig bilanzierter Massenmord: Die erste Seite des am 1. Dezember 1941 erstellten Berichtes von SS-Standartenführer Karl Jäger, Kommandeur der Sicherheitspolizei (Sipo) und des Sicherheitsdienstes (SD) im besetzten Litauen, über die planmässige Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durch das Einsatzkommando 3, versehen mit dem Stempel "Geheime Reichssache!"
Angriff der Deutschen: Deutsche Soldaten während des Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941
Im Schwarzwald: Passanten im Jahr 2005 in Waldkirch bei Freiburg im Breisgau. Konfrontiert man Einwohner, die den Nazi Karl Jäger (1888-1959) persönlich kannten, mit dessen Untaten, erntet man oft Unglaube.
Stolzer Henker: Karl Jäger (1888-1959) machte 1941/1942 als SS-Standartenführer und Kommandeur des Einsatzkommandos 3 Litauen "judenfrei" und führte akribisch Buch über die Ermordung der dortigen Juden