NBA-Playoffs: Traurige Helden - DER SPIEGEL
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NBA-Playoffs Traurige Helden

Sie rangieren in den Statistiken der NBA weit vorne, doch ihre individuelle Klasse ist nicht genug. Wenn die Playoffs beginnen, sind diese Superstars zum Zuschauen verdammt. Ihr Problem: Sie spielen im falschen Team.
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Leader: Seit seinem Debüt vor neun Jahren erzielte Allen Iverson im Schnitt 28 Punkte pro Spiel und ist damit der drittbeste Scorer der NBA-Geschichte. In der aktuellen Saison liegt er mit 33 Punkten im Schnitt auf Platz zwei der Liga. Gleichzeitig ist er mit 7,4 Assists einer der herausragenden Vorbereiter und mit 1,94 Steals pro Spiel einer der besten Balleroberer. In der Saison 2000/01 war er MVP, ins Allstar-Team wurde der 30-Jährige achtmal gewählt. Seine Philadelphia 76ers verpassten die Playoffs knapp.

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Wendig: Paul Pierce (r.) von den Boston Celtics erzielte in dieser Saison 26,8 Punkte im Schnitt und rangiert damit auf Platz sechs der Scorerliste. Der 28-Jährige wurde in diesem Jahr zum fünften Mal ins Allstar-Team berufen. Die Fans der Celtics durften lange auf die Playoffs hoffen, doch dem Traditionsteam ging am Ende die Luft aus.

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Jubel: Gerade hat Ray Allen (l.) von den Seattle Supersonics Sekunden vor Schluss den entscheidenden Wurf gegen die Memphis Grizzlies versenkt. Dass es trotzdem nicht für die Playoffs reichte, lag nicht an Allen: der 30-Jährige ist mit 25,1 Punkten pro Spiel der zehntbeste Scorer der Saison. Er hat die zweitmeisten Drei-Punkte-Würfe in der NBA-Geschichte verwandelt. In diesem Jahr nahm der Guard zum sechsten Mal am Allstar-Game teil.

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Massig: Mehmet Okur (l.) von den Utah Jazz schirmt den Ball ab. Der 26-jährige Türke erkämpft 9,1 Rebounds pro Spiel und erzielt im Schnitt 18 Punkte. Mit 35 Double-Doubles (mindestens zehn Punkte und zehn Rebounds in einem Spiel) liegt er auf Platz acht des Saison-Rankings. Sein Team verpasste im Westen nur knapp den Einzug in die Playoffs.

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Strauchelnder Riese: Yao Ming (r.) ist mit 2,26 Metern der längste Spieler der NBA. Dem Center gelangen im Schnitt 22,3 Punkte und 10,2 Rebounds. Bei der Wahl zum Allstar-Game erhielt der chinesische Volksheld die meisten Stimmen aller Spieler. Dass sich die Houston Rockets als Letzter der Southwest Division blamierten, lag auch am Verletzungspech. Ming verpasste im Winter 21 Spiele wegen einer Entzündung im Zeh, vor kurzem brach er sich den linken Fuß. Teamkollege Tracy McGrady, ebenfalls Allstar, fiel wegen Rückenproblemen lange aus.

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Krake: Dwight Howard (Mitte) von den Orlando Magic tut das, was er am besten kann: Rebounds angeln. In dieser Saison fischte er im Schnitt 12,5 Abpraller und liegt damit auf Rang zwei in der NBA. Obwohl der 20-Jährige auch 15,8 Punkte im Schnitt beisteuerte, verpassten die Magic die Playoffs.

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Augen auf und durch: Chris Bosh von den Toronto Raptors (r.) spielt erst seine dritte Saison in der NBA und wurde schon ins Allstar-Team gewählt. Der 22-Jährige machte im Schnitt 22,4 Punkte (Platz 14 im Saison-Ranking) und holte 9,2 Rebounds (Platz 12) pro Spiel. Trotzdem hatten die Raptors nie eine echte Chance auf die Playoffs.

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Wuchtig: Kevin Garnett (Mitte) in Aktion. Der Forward der Minnesota Timberwolves ist der beste Rebounder der NBA. Im Schnitt erkämpft er sich 12,7 Abpraller pro Spiel und erzielt zudem 21,8 Punkte (Platz 16), was ihn im Effizienz-Ranking zur Nummer 1 der Liga macht. Trotz dieser herausragenden Leistungen des neunmaligen Allstars und MVPs der Saison 2003/04 erreichten die Timberwolves in der schwachen Northwest Division nur den vorletzten Platz und verpassten die Playoffs klar.

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