Neapel entdecken Tausend Farben, tausend Ängste
Experte in Sachen "Napule": Der im Stadtteil Santa Lucia geborene Bestsellerautor Luciano de Crescenzo. Ursprünglich Ingenieur bei IBM, begann er spät mit seiner Schriftstellerkarriere, die außergewöhnlich erfolgreich war. Von seinen gut zwei Dutzend Büchern hat er weltweit etwa 18 Millionen Exemplare verkauft. Es gelang ihm, Philosophie verständlich und unterhaltsam zu vermitteln. Sein bekanntestes Buch ist "Also sprach Bellavista", bei dessen Verfilmung er selbst mitwirkte.
Schauen öfter weg als hin: Neapels Polizisten
Il colore e la luce, Farbe und Licht: Leuchtschriftinstallation in Neapels U-Bahn-Station Piazza Dante.
Michelangelo Pistoletto entwarf eine Spiegelwand, in der Reisende auf der Rolltreppe ihrem Ebenbild begegnen können.
Mosaik von Nicola de Maria: "Universum ohne Bomben"
Verstörend: Der in Rom lebende griechische Künstler Jannis Kounellis hat Schuhe hinter Eisenbahngleise gepresst
Die U-Bahn-Kunst ist farbenfroh und modern, dennoch gibt es Kritik an den hohen Kosten. Das Geld hätte die Stadt besser in soziale Projekt stecken sollen, meinen viele Neapolitaner.
Neapels Kinder sind hübsch, wild und ausgelassen. Ihnen gehört die Straße, da gibt es keinen Zweifel.
"Vai, facci 'na foto!" "Los, fotografier uns doch", rufen die Jungs und werfen sich in Pose.
"Gegen die herrschende Krise hilft nur ein Cornetto", wirbt hier ein Souvenirverkäufer für die traditionellen neapolitanischen Glücksbringer - und verspricht: "Bei Nichtgefallen Geld zurück"
Flirten, reden, an Marionetten zupfen: Eines haben die Neapolitaner offenbar in Hülle und Fülle - Muße.
Reden und zuhören: Straßenmusiker auf der Spaccanapoli.
Aabendlicher Perspektivwechsel: Vom Dach hat man einen glorreichen Blick auf das Castel Sant'Elmo - und die handtuchbreiten Gassen des Spanischen Viertels.
Serenaden unter blutrotem Himmel: "Napule - das sind tausend Farben und tausend Ängste".