Nebenjob beim BND - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Spione mit mit Frau und Kindern "Aggression auf Filzlatschen"

Zu Tausenden spionierten Rentner und Reisende, Reichsbahner und Regierungsbeamte für den Bundesnachrichtendienst in Ostdeutschland. Seit kurzem zugängliche BND-Akten verraten unbekannte Geschichten über die Massen-Schnüffelei - mit bizarren Details.
1 / 9

Sowjetische Garnison in der DDR: Mit insgesamt etwa 10.000 Informanten spionierte der Bundesbachrichtendienst (BND) über 40 Jahre hinweg mehrere hundert sowjetische Garnisonen in der DDR aus und verschaffte sich so ein ziemlich zutreffendes Lagebild. Fotos wie dieses wurden zum Beispiel von Transitreisenden oder Bundesdeutschen mit Ostverwandtschaft für den BND geschossen.

2 / 9

Spionage-Foto: Heimlich aufgenommener Militär-Transport von Warschauer-Pakt-Truppen in der DDR. Mit "Standortbeobachtern", meist DDR-Bürgern, und westdeutschen Transitreisenden, die Militäreinrichtungen der NVA oder der Sowjets fotografierten, versuchte der Bundesnachrichtendienst, sich ein Bild über die militärische Stärke des Ostblocks zu verschaffen.

3 / 9

Stein auf Stein: Der Mauerbau vom 13. August 1961 teilte Berlin und damit auch die wichtigste Kontaktachse des BND zu seinen Spionen in Ostdeutschland. Ab 1964 brach das Meldeaufkommen des BND dramatisch ein, wie aus den Akten des Dienstes hervorgeht.

Foto: AP
4 / 9

Reinhard Gehlen: Der frühere Wehrmacht-General Reinhard Gehlen war Chef der nach ihm benannten westdeutschen Spionage-Organisation mit Sitz in Pullach südlich von München. Die Organisation Gehlen stand damals noch unter Aufsicht des amerikanischen Geheimdienstes CIA. 1956 wurde daraus der Bundesnachrichtendienst (BND). Das Foto zeigt Gehlen, als er 1943 in der Wehrmacht noch die Spionageabwehr an der russischen Front leitete.

Foto: AP
5 / 9

Transitstrecke Berlin-Hamburg: Am 20. November 1982 wurde die 220 Kilometer lange Transitstrecke durch die DDR nach vier Jahren Bauzeit eröffnet. Sie verband Hamburg und Berlin miteinander. Die Aufnahme entstand 1997 auf der A 24 nahe der Ausfahrt Hagenow.

Foto: dpa
6 / 9

BND-Chef Gehlen: Der frühere Wehrmacht-General Reinhard Gehlen war langjähriger Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND). Das Foto zeigt Gehlen am 6. April 1972 in München beim Begräbnis von General Franz Halder.

Foto: DIETER ENDLICHER/ AP
7 / 9

BND in Pullach: Der Eingangsbereich zur Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach bei München, aufgenommen 2006.

Foto: ddp
8 / 9

Spione vor Gericht: Die sogenannte Gehlen-Organisation unter Führung des früheren Wehrmacht-Generals Reinhard Gehlen betrieb hauptsächlich für die CIA Spionage in Osteuropa, sie war der Vorläufer des 1956 gegründeten Bundesnachrichtendienstes, dessen erster Präsident Gehlen wurde. Das Foto entstand 1954 während eines Prozesses gegen sieben Agenten der Gehlen-Organisation vor dem 1. Strafsenat des Obersten Gerichts der DDR.

9 / 9

Generalmajor Gehlen: Reinhard Gehlen (geboren 3. April 1902; gestorben 8. Juni 1979) in den Händen der USA. Während des Zweiten Weltkriegs leitete er die Abteilung Fremde Heere Ost.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?